Esoterikkram?



In einem interessanten Artikel (danke HPZ) stieß ich unlängst auf einen Text zum Thema Esoterik. Das hat mir zu denken gegeben.  Oftmals hört man ja etwas wie "das ist ja wieder so ein Esokram oder das ist mir zu esoterisch".

Ich selbst erwische mich auch dabei, dass ich "Esoteriktante" oder so ähnliches im Munde führe.

 

Ich bin selbst aber sehr empfindlich, wenn jemand meine Arbeit auch nur ansatzweise so betitelt.

 

Warum eigentlich? Esoterik ist zu einem Schimpfwort verkommen.


Dabei bedeutet Esoterik "inneres Wissen". Eine esoterische Lehre war früher eine Lehre, die nicht öffentlich verbreitet wurde, sondern nur mündlich von Mensch zu Mensch weitergereicht wurde. Die Schüler dafür wurden sehr sorgfältig ausgewählt. Nur wer für würdig befunden wurde, die Lehre sinn- und verantwortungsvoll einzusetzen, wurde eingeweiht. 


Damit hat das, was heute manchmal unter Esoterik in den Buchläden angeboten wird, nichts zu tun. Das ist äußeres Wissen, schriftlich niedergelegt. Jeder, der es bezahlen kann, kann es kaufen und darin lesen. Niemand wird dazu auf Eignung und charakterliche Eignung geprüft.


Damit beginnt aber auch das Dilemma. Die Art, wie die Esoterik heute manchmal angewendet wird, was alles unter diesem Etikett verkauft wird, macht uninformierten Menschen Angst und bremst Entwicklung.


Alles, was Menschen Angst macht, wird bekämpft. Menschen wollen einfach nichts mit dem zu tun bekommen, was sie nicht verstehen. Und so kommt es dann zum abfälligen "Esokram", wie eine große Tüte, in die alles geworfen wird, was dem eigenen Weltbild nicht entspricht.


Schade, denn vieles davon kann Entwicklung sehr wohl fördern. Dazu gehört es, auf sein Herz und den gesunden Menschenverstand zu hören um Wertvolles von purer Geldschneiderei zu unterscheiden.

 

Und dazu will ich meinen Teil gerne beitragen.

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0