Die Sucht, seinen Senf dazuzugeben oder ich habe recht!

Es scheint ein menschliches Grundbedürfnis zu sein, das Recht haben.

 

Ich bin öfter mal in verschiedenen Foren des Internets unterwegs und verfolge Diskussionen zu Themen, die mich interessieren.

 


Wie es sich gehört, lese ich erst einmal eine Weile mit, um die Stimmung in dem Forum und die Leute ein wenig kennen zulernen und  um dann eventuell etwas zum Thema beisteuern zu können.

 

Aber was ich immer wieder feststelle ist, dass es ganz oft einige wenige Leute sind, die diese Foren dominieren und die sich auch unter einander antworten, meist mit dem Ansinnen Recht zu haben. Das finde ich anstrengend.

 

Profilneurotiker waren mir schon immer ein Graus. Ganz fürchterlich wird es, wenn man für seine Meinung so von oben herab abgestraft wird. So etwa wie, "das hatten wir hier schon in einem anderen thread oder das steht in den FAQs". Damit ist eine Zusammenstellung der am meisten, (immer wieder) gestellten Fragen.

 

Eine andere Geschichte ist das Kommentieren auf Webseiten, wenn man meint, den oder die Betreiber abstrafen zu müssen, weil deren Meinung nicht in das eigene Weltbild passt.Ganz schnell wird da etwas unterstellt, weil man ja recht haben muss.

 

Uninformierten Menschen macht Unbekanntes oder Neues eben  zu schaffen und dann fehlt es manchmal an Weisheit und Toleranz um zu erkennen, dass es nicht nur eine einzige Wahrheit gibt, sondern viele und dass die alle ganz gut nebeneinander existieren können.

 

Würde sich das im großen Maßstab mal rumsprechen, wäre das Miteinander viel friedlicher, im Großen wie im Kleinen.

 

Dann wäre das Rechthabenmüssen von gestern und das wäre auch gut so!

 

Damit bin ich sehr einverstanden und deshalb gucke ich jetzt mal bei mir genauer hin, wo ich denn immer Recht haben muss. Denn Veränderung beginnt immer in mir selbst.

 

In diesem Sinne, wo müssen Sie immer Recht haben?