Halleluja....oder alte Grabenkämpfe

Gestern abend war ich im Internet unterwegs, um mich zu informieren, was denn meine potientellen Klienten so finden können, wenn sie nach Matrix, Matrix energetics, ZweiPunktMethode usw. googeln.  

 

Das war spannend. Neben, natürlich, meinen eigenen Einträgen fand ich viele alte und neue Kollegen, die inzwischen diese Methode in ihre Arbeit integrieren. 

Dann landete ich auf einem Blog, auf dem die "Wissenschaftler" gegen die "Esoteriker", was auch immer sie darunter verstehen, zu Felde zogen. Und dabei die Heilpraktiker gleich mit einschlossen. Ich rieb mir die Augen und dachte nur, wo leben denn diese Menschen?

 

Dazu gibt es ein Wiki (eine Art Enzyklopädie, die durch den gleiche Aufbau wie die Wikipedia einen seriösen Anstrich gibt), das von eben solchen "Autoren" gespeist wird, die sich durch profundes Halbwissen und blanken Hass hervortun. Das hat mich dann doch erschüttert.

 

Nun weiß ich ja, dass sich oft  Naturwissenschaftler schwer damit tun, Dinge in ihrem Denken für möglich zu halten, die sie noch nicht hinreichend wissenschaftlich erklären können. Zu behaupten, dass es deshalb diese Dinge nicht gäbe, ist pure Ignoranz.

 

Aus einem Seminar nahm ich den folgen Satz mit. "Wissenschaft ist, das zu glauben, was andere meinen zu wissen".

 

Dieser Satz ist so ziemlich das Beste, was ich zu diesem Thema kenne. Wissenschaft hinkt naturgemäß immer der Realität hinterher, denn sie versucht sie zu erklären. Und mit steigender Erkenntnis verändert sich natürlich das, was gerade "richtig" ist.

 

Vor ein paar hundert Jahren war wissenschaftlich erwiesen, dass die Erde eine Scheibe ist. Später war wissenschaftlich erwiesen, dass Zug fahren schädlich für Menschen ist, wegen der Geschwindigkeit. Und noch etwas später war wissenschaftlich erwiesen, das ganz viel Eisen im Spinat ist, weshalb Generationen von Kindern mit Spinat gequält wurden. Und was stellte sich heraus? Der hohe Eisenwert war ein Kommafehler... Soweit zur Wissenschaft und dem Glauben an ihre Unfehlbarkeit.

 

Eins hat mir mein Ausflug in die Dunkeldenke dieser Menschen jedoch gebracht. Die Erkenntnis, wie schwer sich viele damit tun, tolerant zu sein mit der Meinung anderer. Das, weil nicht sein kann was nicht sein darf, ist bei einem Teil der angeblich logisch denkenden Menschen immer noch sehr verbreitet. Ihnen macht Angst, was sie nicht verstehen. Und das muß dann aus ihrer Sicht bekämpft werden um die "armen verführten Mitbürger vor den Scharlatanen" (O-Ton) zu schützen.

 

Dass Menschen selbst denken können und für sich selbst verantwortlich sind, wird kurzerhand ausgeblendet. Parallelen zu Teufelszeug im kirchlichen Verständnis des Mittelalters rein zufällig?

 

Schon Albert Einstein hatte mit Ignoranz und Dummheit seine Probleme, was folgendes Zitat beweist.

 

"Was für ein finsteres Zeitalter, in dem man leichter ein Atom als ein Vorurteil spalten kann".

 

Durch meine tägliche Arbeit erfahre ich, wie immer mehr Menschen wirklich ernsthaft nach Bewusstseinserweiterung und persönlicher Entwicklung suchen. Das sind ganz normale Menschen aus allen Berufen und Schichten.

 

Sie sind weder Esospinner noch Berufsneurotiker. Der nicht zu übersehende wachsende Anteil von ernst zu nehmenden Wissenschaftlern wie Physikern, Mathematikern, Zellbiologen, Biochemikern, die sich mit neuen Erkenntnissen zu unserem Weltbild beschäftigen, macht mir Mut.

 

Wir leben in einer sehr spannenden Zeit, in der sich Neues zeigt, Altes (unter-)geht. Was für ein Privileg, dabei sein zu dürfen.

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0