Morgenkaffee und Variantenraeume

 

 

 

 

 

 

Bestimmt ist es dir auch schon aufgefallen. Es gibt Tage, da flutscht alles. Die Leute sind gut drauf und freundlich. Alles geht einem leicht von der Hand. Man hat am Ende des Tages viel mehr geschafft als sonst und ist nicht mal erschöpft.

 

Und dann gibt es die Tage, die irgendwie verwurschtelt sind. Man kommt schon morgens schwer aus dem Bett und nur mühsam in die Puschen. Irgendwas geht bestimmt schon bei der Morgentoilette schief, ausgerechnet jetzt ist das Klopapier alle und die Dusche liefert nur kaltes Wasser.

 

Beim Frühstück kippt man sich den Kaffee über die Hose und darf sich nochmal umziehen, was eine weitere Tragödie ins Leben zieht. Die Lieblingsbluse ist noch nicht gebügelt und überhaupt hat man nichts anzuziehen. Die Zeit wird knapp und man kommt in Stress.

 

So geht es dann munter weiter und abends ist man knülle und hat die Nase voll von der Welt. Verzweifelt fragt man sich, womit hab ich das verdient? Resigniert geht man zu Bett und nimmt den Frust mit in die Träume.

 

Wo ist der Knackpunkt?

 

Wenn ich aus dem Opfersein rauskomme (womit hab ich das verdient) und erkenne, dass es an mir liegt, wie ein Tag läuft, habe ich gute Aussichten, dass die nächsten Tage viel besser werden können.

 

Letztlich bestimmen nur wir selbst darüber, welchen Variantenraum unseres Lebens wir wählen. Es gibt unendlich viele dieser Variantenräume. Jeder ist eine andere Geschichte. Wir wählen und betreten, meist unbewusst, ununterbrochen neue Variantenräume. Bei jeder Entscheidung, und wir treffen dauernd welche, öffnet sich der passende Variantenraum. 

 

So kann ich mich zum Beispiel dafür entscheiden, morgens munter zu sein. Wenn ichs nicht bin, dann tue ich halt so und bin spätestens unter der Dusche dann wach. Entscheide ich mich aber dafür, müde und knautschig zu sein, wird auch der Rest so laufen. Kippe ich mir den Kaffeee über die Hose, kann ich darüber deprimiert, genervt oder wütend sein. Ich kann aber auch sagen, ok, wer weiß, warum ich diese Hose heute nicht anziehen soll.

 

Ich entscheide mich jetzt einfach für etwas anderes ohne Groll und Lamento und schon bekommt die Angelegenheit eine ganz andere Färbung. Mein Weg durch den Tag nimmt einen anderen Variantenraum. Das ist eine ganz praktische Umsetzung des Prinzips, dass wir der Schöpfer unserer Realität sind. 

 

Das zu erkennen und umzusetzen ist elementar für ein glückliches Leben. Und das beginnt mit dem geglückten Morgenstart und endet abends, wenn man alles Belastende wegschickt und sich über die vielen Geschenke des Tages freut und dankbar ist. Das ist die beste Vorbereitung und fast schon eine Art Garantie für einen ruhigen erholsamen Schlaf.

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Kommentare: 1
  • #1

    Alt, Mylene Nicole (Freitag, 10 Juni 2011 02:00)

    Ich habe Ihren Blog via google und CQM entdeckt. Danke für den inspirierenden Beitrag.

    Gruss aus der Schweiz
    Mylène Alt