Ich will, dass es anders wird! Wirklich?

 

 

Manchmal ist da der Wunsch nach Veränderung. Der Job nervt oder die Beziehung läuft nicht so. Das Geld reicht nicht oder es gibt Stress mit den Nachbarn. Und dann heißt es, "ich will, dass sich was ändert". 

 

Manchmal sind wir dann erstaunt, dass es anders ist als gedacht. Nehmen wir das Beispiel Beziehung. Der Partner verhält sich nicht so wie wir es uns wünschen. Der soll sich ändern. Der Partner denkt aber nicht daran, warum sollte er auch?

 

Das Problem steckt ja in mir selbst. Die anderen sind doch nur unsere Spiegel. Sie zeigen uns im Aussen wo im Innen ein Thema ist, das bearbeitet, geheilt werden möchte.

 

Wenn der Partner mich also nicht wertschätzt, zeigt das, dass ich mich selbst nicht wertschätze und da muss ich anfangen.Wenn ich anfange, am Partner "rumzubiegen" ist das so, als ob ich in den Spiegel schaue und einen Fleck auf meiner Stirn entdecke. Wenn ich den Fleck auf dem Spiegel wegreibe, was passiert dann wohl? Genau - nichts!

 

Genauso ist das mit der Veränderung im Aussen. Sie ist nur Kosmetik, das Problem ist deswegen nicht weg und kommt immer wieder, z.B. in der nächsten Beziehung. Menschen, die unsere Knöpfe drücken, die uns ärgen, die uns wütend machen, sind unsere besten Lehrer. Robert Betz nennt sie "Arschengel" und besser kann man es nicht ausdrücken.

 

Dann gibt es noch die Menschen, die zwar eigentlich schon Veränderung wollen, aber nicht so wirklich und am besten soll sich alles von alleine ändern. "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" passt hier ganz gut. Veränderung erfordert viel Mut und manche halten dann lieber das alte unbefriedigende aber vertraute weiter aus.

 

Solange, bis das Leben den Leidensdruck so erhöht, dass sie sich doch bewegen müssen. Aber es ist immer besser, sich vorher von selbst zu bewegen. Da hat man das Steuer noch selbst in der Hand. Wie heißt es so schön? Das Einzige, dass sicher ist, ist die Veränderung!

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0