Danke, mir gehts gut!

Wie geht es Ihnen?

 

Ist es nicht spannend, was man so alles auf diese Frage als Antworten bekommt? In den seltensten Fällen kommt "Danke, es geht mir gut".

 

Meistens kommt so ein, "naja, es muss" oder "geht so" oder "könnte besser sein". Auf die Nachfrage, wo genau es denn klemmt, bekommt man entweder eine Aufzählung von Sachen, die nicht so ganz in Ordnung sind, die man sich besser wünschen würde oder wo Erwartungen nicht erfüllt worden sind.

 

Bei genauem Hinschauen sind das in den meisten Fällen eigentlich keine weltbewegenden Problemfälle, sondern eher eine grundlegende Unzufriedenheit mit dem Leben. Jeder geht anders damit um.

 

Da gibt es dann die Nörgler, die Unzufriedenen, die Enttäuschten, die Opfer. Allen ist gemeinsam, dass sie sich vorwiegend auf das fokussieren, was in ihrem Leben scheinbar nicht so ist, wie sie es "richtig" finden würden.

 

Das nennt eine Kollegin von mir "gemütliches Elend". Ich nannte es bisher immer "Jammern auf höchstem Niveau". Ihren Begriff finde ich aber viel schöner. Er zeigt so deutlich worum es geht. Das, was bejammert oder benörgelt wird, ist oft nichts Existenzielles.

 

Jeder hat schließlich sein Päckchen zu tragen. Das ist Leben.  Unsere Aufgabe in diesem Leben besteht darin Erfahrungen zu machen und zu lernen, eigene Themen zu erkennen und sie zu transformieren um Entwicklung zu erfahren und glücklich zu sein.

 

Und mal ganz ehrlich, den meisten geht es gut im Vergleich zu Menschen in anderen Ländern und Kulturen. Auch selbst wenn man Hartz 4 bekommt, ist die Existenz damit gesichert. Man verhungert nicht, muss nicht im Freien wohnen und um sein Leben fürchten. Das ist nicht selbstverständlich.

 

Da wir unsere Realität mit unseren Gedanken erzeugen, dann ist es enorm wichtig, darauf zu achten, was wir denken und wie wir es sagen. Wenn ich meine Aufmerksamkeit immer dort habe, wo etwas noch nicht optimal ist, muss ich mich nicht wundern, wenn das immer mehr verstärkt wird. Energie folgt der Aufmerksamkeit. Wir sind nicht "dem Schicksal" ausgeliefert.

 

Es ist sehr hilfreich, erst einmal grundsätzlich dankbar zu sein, für alles das was gut und schön im eigenen Leben ist, was man hat und worüber man sich freuen kann. Das können ganz einfache Dinge sein wie schönes Wetter, blühende Bäume, der Duft vom Morgenkaffee, eine erfrischende Dusche wenn es heiss ist, das Schnurren der Katze, ein liebes Wort, ein Lächeln eines Unbekannten.

 

Damit lenke ich meine Aufmerksamkeit darauf, womit ich zufrieden bin in meinem Leben und bleibe in diesem Gefühl. Alles, was noch nicht so gut ist, sehe ich mir an, ändere es oder akzeptiere es.

 

So findet man zu einer inneren Zufriedenheit und dann kann ich auch aus vollstem Herzen auf die Eingangsfrage von oben antworten mit "Danke, es geht mir gut, ich bin zufrieden"!

 

Also, wie geht es Ihnen?