Raus aus dem Sommerloch!

gibt es das sommerloch?


 

 

Wie du das Beste für dich aus der Sommerflaute herausholst

 

 

 

Es kann ganz schön frustrieren, wenn sich das Sommerloch zur Dauerflaute auswächst und die Kunden einfach wegbleiben.

 

Obwohl nicht ungewöhnlich, schließlich ist Urlaubszeit, ist es jedes Jahr wieder neu nervig. Leider kommt dabei bei Soloselbständigen manchmal nichts oder viel zu wenig in die Kasse.

 

Wenn man nicht vorher einen besonders guten Umsatz hatte und sich deshalb entspannt zurück lehnen kann, wird es stressig. Die meisten SoloSelbständigen haben solch ein dickes, beruhigendes Polster nicht. Was kann man also tun, um die Zeit sinnvoll zu nutzen und sich von Stieren auf das Telefon zu befreien?

 


don´t panic!


 

Das Allerwichtigste ist, nicht in die Panik zu fallen und etwa blinden Aktionismus zu entfalten. Jeden zweiten Tag einen Newsletter mit Angeboten zu schicken oder hektische Rundumtelefonate zu führen, ist definitiv keine gute Idee. Meine Vorschläge zielen eher darauf ab, die Situation anzunehmen wie sie ist und das Beste daraus zu machen. Zum Beispiel so:

 

Jedes Jahr dasselbe

 

Sich daran zu erinnern, dass es in anderen Jahren auch ein Sommerloch gab und dass das auch wieder vorbeigeht, kann allein schon entspannend wirken. In der Regel ist im September wieder richtig viel los.

 

Sich mit anderen Selbständigen zu unterhalten und zu hören, dass es ihnen auch so geht, kann aufbauend wirken. Glaub nicht alles, was bei Facebook steht. Andere haben auch in dieser Zeit meist weniger zu tun. Das hilft dir zwar nicht, den Umsatz anzukurbeln, ist aber Balsam für die Seele. Es befreit davon, die Schuld nur bei sich zu suchen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Es ist halt Urlaubszeit und alles geht langsamer. Sich das bewusst zu machen, hilft wieder runterzukommen.


Gelassenheit ist das Zauberwort


foto pixabay

 

Sich in Gelassenheit zu üben, bringt uns weiter. Es hat keinen Sinn, gegen die Situation ankämpfen zu wollen. Es ist wie es ist. Das Sommerloch geht vorbei, ganz von selbst. Spätestens im September. Vielleicht kannst du ja auch Urlaub machen?

 

Fest daran glauben, dass der September wieder gut anläuft, macht uns diese Zeit leichter. Richte dein Augenmerk auf den September und sei gut vorbereitet. Bearbeite deine Glaubenssätze, die dir weismachen wollen, dass du nichts dagegen tun kannst und dass es halt so ist. Ist es nicht! Es gibt übrigens auch Selbständige, die genau in dieser Zeit den meisten Umsatz des Jahres fahren.

 

Und selbst in dieser Zeit Urlaub zu machen, ist auch entspannend.

 

Wenn aber bei dir gerade Flaute herrscht und du nicht Urlaub hast, dann nutze das für dich selbst. Sich endlich Zeit nehmen für Erholung ist eine sehr wichtige Option. Nicht nur die Anderen brauchen Erholung. Wenn nichts los ist, kann man ohne schlechtes Gewissen auch langsamer treten, durchatmen und wieder Kraft schöpfen. Pausen einzuplanen, hat für Selbständige oberste Priorität. Lesen, schlafen, lange Spaziergänge machen, Kultur tanken, süßes Nichtstun eingeschlossen.

 

Vorratswirtschaft betreiben kann sehr sinnvoll sein.

 

Die Bloggerinnen unter uns könnten schon mal neue Themen für ihren Blog kreieren und Texte auf Vorrat produzieren. So hat man später mehr Zeit und kommt nicht so schnell ins Schleudern. Es erspart durchgearbeitete Nächte und den Druck, unbedingt ad hoc etwas liefern zu müssen.

 

Neue Seminarideen können jetzt zu Papier gebracht werden und in aller Ruhe reifen.

 

Diese ruhige Zeit lässt sich gut für die Planung nutzen. Wann hat man schon mal Zeit ungestört und ausgiebig zu planen? Das Sommerloch ist eine gute Gelegenheit, zu schauen, wo stehe ich und wo will ich hin. Gegebenenfalls kann man jetzt endlich in Ruhe notwendige Kurskorrekturen vornehmen. Schließlich geht es dem Jahresende zu.

 

So hat das Sommerloch auch etwas Gutes und wir sind ausgeruht und gerüstet für den neuen Ansturm im September.

 


Eine gute Zeit für Kreativ sein und den Bestand checken



 

Jetzt ist es die Zeit, kreativ zu sein. Angebote, die nicht gut laufen, können dabei auf Herz und Nieren überprüft werden und entweder überarbeitet oder entsorgt werden. Damit tut man sich erfahrungsgemäß in ruhigen Zeiten und entspannt, viel leichter. Dabei kann sich gerne die eine oder andere Blitzidee zeigen.

 

Die Webseite auf Aktualität zu überprüfen kann ganz erhellend sein.

Vielleicht tut es der Webseite gut, wenn sie mal ganz in Ruhe mit den Augen des Kunden angeschaut wird. Begib dich dazu einmal auf die Kundenseite. Vielleicht entdeckst du dabei längst verfallene Termine oder Angebote, die nicht mehr aktuell sind.

 

Raus damit!

 

Das Sommerloch ist die perfekte Zeit für die eigene Weiterbildung. Egal, ob du endlich den Stapel ungelesene Fachbücher in Angriff nimmst oder einen Workshop, ein Retreat o.ä. besuchst. Jetzt lernst du ohne Druck und hast auch noch Spaß dabei. Möglicherweise ergeben sich sogar ganz zwanglos neue Synergien und Kontakte auf so einer Weiterbildung.

 

Mach dir entspannt Gedanken, wie du neuen Wind rein bringen kannst. Das steigert die Vorfreude auf das zweite Halbjahr, das vor uns liegt.

 

Das Büro aufräumen ist auch immer eine gute Idee. Vieles sammelt sich im laufenden Betrieb an. Selten kommt man gleich dazu, alles zeitnah aufzuräumen und ordentlich abzulegen. Die Stapel werden oft immer höher, die Schubladen voller. Sortiere in Ruhe aus und trenne dich von allem, das nicht wirklich wichtig ist. Alte Unterlagen genussvoll zu schreddern, gibt nicht nur mehr Platz sondern auch frische Energie.

 

Wenn du schon dabei bist, ist es auch ein guter Impuls, deinen PC zu checken und Unnötiges zu löschen oder aber auch mal die Ordnerstruktur gründlich zu überarbeiten um mehr Übersichtlichkeit reinzubringen. Erfahrungsgemäß verträgt jeder PC so einen Großputz