Versoehnung mit mir und der Welt




Versöhnung mit mir und der Welt? Das klingt erst mal ungewöhnlich nicht wahr?





Man versöhnt sich doch in der Regel wieder mit anderen Menschen, wenn es Uneinigkeit und Verletzung gab. Aber mit sich selbst? Versöhnung mit sich selbst macht jedoch einen tiefen Sinn. Gerade mit uns selbst sind wir oft nicht in Frieden.

 

Ist das denn wahr?- Die Zauberfrage

 

Die meisten Menschen sind in irgendeiner Hinsicht mit sich uneins und nicht zufrieden. Die einen hadern mit ihrem scheinbar zu hohem Gewicht, mit ihrer zu großen Nase, mit den Rettungsringen um die zu mollige Taille, mit zu dünnen  Spagetti Haaren, den viel zu großen Ohren.  Die anderen halten sich für zu dumm, zu ungeschickt, zu ungebildet und wie die ganzen „zu“ noch heißen mögen.

Immer wenn ein solches  „zu“ kommt, sollten wir sehr aufmerksam werden und genau hinhören. Wenn ein „zu“ auftaucht relativiert es sich meist sofort, wenn man fragt „Ist das denn wirklich wahr?

 

(Zu) viel Selbstkritik macht (zu) viel kaputt

 

Dann gibt es diejenigen, die es sich nicht verzeihen können, dass sie die, scheinbar einzige große, Chance ihres Lebens nicht genutzt haben, den falschen Beruf gewählt haben, den falschen Partner geheiratet haben, nie auf ihr Bauchgefühl hören, immer wieder zu viel Geld ausgeben usw.

Einige verurteilen sich dafür, dass sie noch nicht viel „weiter“ sind, nicht mehr aus ihrem Leben machen, nicht in ihr wahres Potenzial kommen.

 

Wir sind im Allgemeinen selbst unseren größten Kritiker. Mit unserer Selbstkritik machen wir uns rund um die Uhr selber fertig. Unbarmherzig schauen wir auf das, was unserer Meinung nach nicht optimal oder perfekt ist. Anderen fällt das, was wir selbst an uns so unzulänglich finden, in der Regel gar nicht auf. Und oft ist es nicht mal so wie wir denken. Wir schauen nur quasi mit dem Vergrößerungsglas auf unsere „Makel“.

 

Warum Versöhnung ?

 

Es ist an der Zeit, liebevoller mit uns umzugehen. Ständige Selbstkritik kommt vom ununterbrochenem Vergleichen und Bewerten. Aber es wird immer Menschen geben, die scheinbar schneller, jünger, cleverer, glücklicher, schöner, erfolgreicher, umschwärmter, reicher sind. Wir vergleichen uns mit anderen Menschen und fühlen uns unterlegen. Dabei wissen wir doch nicht, wie es ihnen wirklich geht. Sie haben nicht unsere Sorgen, aber vielleicht ganz andere.

 

Das ständige Übelnehmen schwächt den Selbstwert enorm. Wie erleichternd ist es dagegen, sich mit sich selbst zu versöhnen. Dann kann endlich Frieden einkehren. Anzuerkennen, was man alles ist und im Leben schon geschafft hat und dann zu erkennen, dass alles richtig ist, so wie es ist. Sich mit anderen nicht zu vergleichen, nicht zu bewerten ist eine Übung, die das Leben täglich wieder neu abverlangt, weil wir das ganz anders vorgelebt bekommen und gelernt haben.


Aber genau das kann man loslassen. Versöhnung mit sich selbst bringt einen in die Selbstliebe und in inneren Frieden. All die kräftezehrenden Vergleiche und die daraus resultierende Mutlosigkeit und Hilflosigkeit hört endlich auf. Höre auf deine Intuition und auf das, was deine Seele will. Nur das ist wichtig. Versöhne dich mit dir selbst. 

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