Wie aus "du bist" ein "ich bin" wird und was das mit dir macht



Wie aus „du bist“ ein „ich bin“ wird und was das in deinem Leben mit dir macht

 

Vieles, wovon wir überzeugt sind zu sein, ist nicht wirklich wahr. Wir alle haben bestimmte Überzeugungen darüber wie wir angeblich sind. Diese Prägungen haben wir uns nicht ausgedacht, sie wurden uns „aufgestempelt“.


 

Folge mir gedanklich bitte in die folgende Situation.

 

Du bist 4 Jahre alt und sollst das erste Mal in deinem Leben mit der Schere etwas aus Buntpapier ausschneiden. Du schneidest krumm, deine kleinen Hände kommen mit der Schere noch nicht so gut klar. Deine Mutter (Erzieherin, Lehrerin, Tante, Vater, Onkel etc.) stöhnt ein bißchen entnervt „du bist so ungeschickt“. Wom! Da hast du deinen Stempel! "Du bist so ungeschickt."

 

Eigentlich hätte sie auch sagen können “naja, für das erste Mal geht das ganz gut“ schon oder „fein, wie du das machst. Das wird immer besser, wenn du übst“ usw. Aber du hast gesagt bekommen, du seiest ungeschickt. Damit ist dir ein Urteil, eine Bewertung zuteil geworden, die dir, wenn du Pech hast, im späteren Leben noch zu schaffen machen wird.

 

Du hast diesen Satz gehört und zusammen mit einem unangenehmen Gefühl abgespeichert. Du hast ganz genau gespürt, dass ungeschickt sein kein Lob ist. Der Satz sitzt ab jetzt in deinem Mindset, deinem Unbewussten, fest. Ab jetzt wirst du dir selbst immer wieder erzählen und es dir auch beweisen, dass du ungeschickt bist. So lange, bis es eine Tatsache ist.

 

Ab jetzt fällt alles, was feinmotorisch ist, für dich weg. Goldschmiedin, Chirurgin oder Feinmechanikerin wirst du nun wohl nicht mehr werden. Dir werden wahrscheinlich immer wieder viele kleine Missgeschicke passieren wie Milch, Kaffee verschütten, etwas fallen lassen, stolpern, sich stoßen, sich bekleckern, beim einparken eine Beule holen.

Warum? Weil du deinen Stempel, dass du ungeschickt bist, längst verinnerlicht hast. Aus „du bist so ungeschickt“ ist längst ein „ich bin so ungeschickt“ geworden, das nicht mehr hinterfragt wird, sondern von dir als Tatsache akzeptiert wurde.

Wenn du jetzt nicht eine viel stärkere positive Erfahrung machst und ganz bewusst wahrnimmst, dass du gar nicht ungeschickt bist, wird das so bleiben.

 

Zum Glück bleibt nicht alles so hängen, was wir unseren ersten Kinderjahren über uns erzählt bekommen. Vielleicht wird dir nun aber klar, wie Prägungen funktionieren. Spüre doch mal in dich rein, welche Überzeugungen hast du denn von dir? Bist du träge, linkisch, schnell erkältet, empfindlich, langsam, zappelig, unkonzentriert, dick, musikalisch begabt, faul, kannst nicht singen, malen oder basteln, bist eine Null in Sprachen lernen, Mathematik oder Sport?


Wenn du ganz tief in dich reinspürst, kannst du vielleicht sogar noch die Stimme hören, die dir das mal „aufgestempelt“ hat. Lass diese Glaubenssätze, deine falschen Stempel, wieder los. Du bist erwachsen und bestimmst selbst, wie du bist.


Wenn du beim Glaubenssatz suchen und löschen  Hilfe willst, bin ich gern für dich da. Im energetischen Coaching geht das schnell und wirkungsvoll.