Wie geht es deinen guten Vorsätzen?


 

Alle Jahre wieder ist der Jahreswechsel traditionell auch die Zeit der guten Vorsätze.





Da wird ganz mutig der Entschluss gefasst, nun wirklich 10 Kilo abzunehmen, endlich mehr Sport zu treiben, sich gesünder zu ernähren, das Rauchen aufzugeben, mehr Zeit für die Erholung einzuplanen, sparsamer zu sein.

 

Alles hehre, gute Ziele. Es gibt da nur ein Problem. Sie haben ein unglaublich schnelles Verfallsdatum. Spätestens Mitte Januar ist wieder alles beim Alten. Die Vorsätze sind vergessen, wir sind wieder im alten Trott. Und das, obwohl wir natürlich wissen, dass ein paar Kilo weniger besser wären, Rauchen unsere Gesundheit ruiniert, Sport gut für uns wäre usw.

 

Was ist passiert?

 

Wir ändern normalerweise Gewohnheiten nur, wenn wir wirklich müssen weil wir sonst sehr krank werden oder etwas anderes Schlimmes passieren könnte. Das nennt man dann Leidensdruck. Leidensdruck, wenn er stark genug wird,  bringt uns dazu zu handeln. Wissen alleine bewirkt noch gar nichts. Wenn es anders wäre, würden viel mehr Menschen schon bewusster leben, bei der enormen Menge an Ratgeberliteratur, die jährlich gekauft wird.

 

Es muss einen wirklich guten Grund geben

 

Anders ist es, wenn wir uns selbst ganz bewusst entscheiden, Gewohnheiten zu ändern weil wir erkannt haben, dass wir das wollen. Dem muss immer ein tiefgehender Entscheidungsprozess vorausgehen. Das Ändern einer alten in eine neue Gewohnheit muss uns absolut wichtig sein. So wichtig, dass alle Widerstände, auch die von außen, die garantiert auftauchen werden, überwunden werden können. Jeder, der schon mal abnehmen wollte, kennt diese Situationen. Nur wenn Abnehmen oberste Priorität hat, kann es auch erfolgreich sein.

 

Gewohnheiten werden nur dann verändert, wenn es uns selbst wichtig ist und nicht weil uns jemand dazu überredet oder drängt. Druck von außen erzeugt nur Widerstand und kreiert eine Menge wirkungsvoller Strategien gegen die Veränderung. Jeder, dem der Arzt das Rauchen verbieten wollte, weiß, was dann passiert.

 

Woher kommt dieses Verhalten, wider alle Vernunft?

 

Wenn Vorsätze gefasst werden, nur weil Jahreswechsel ist und man sich damit selbst austricksen will, wird das eigene System zielsicher dafür sorgen, dass diese Vorsätze im Sande verlaufen müssen. Glaubenssätze und Muster sorgen dafür, dass sich unsere Vorsätze buchstäblich unauffällig in Nichts auflösen.

 

Wir haben uns entschieden – nun wird’s ernst

 

Mit dem Ändern unserer Gewohnheiten müssten wir nämlich unsere Komfortzone verlassen. Wir müssten hinaus in neues, unbekanntes Terrain. Die Grenzen unserer Komfortzone sind deshalb von grimmigen Wächtern gut bewacht, die Muster, Programme und Glaubenssätze heißen. Sie alle wollen uns eigentlich nur unser Bestes und sorgen deshalb mit ihren Mitteln dafür, zu verhindern, dass wir über diese Grenzen zu gehen weil es „da draußen“ gefährlich sein könnte.  Sie machen uns mutlos, gleichgültig oder jagen uns  Angst vor der Veränderung ein.

 

Sie wollen uns eigentlich beschützen

Früher waren sie nützlich um uns vor Schaden zu bewahren, aber diese Absicht verkehrt sich nun leider ins Gegenteil. Wir müssen viel Entschlossenheit aufbringen um die Grenzen zu überwinden damit wir aus unserer Komfortzone raus kommen können. Dazu müssen die Wächter aus ihrem Dienst entlassen werden.

 

Dabei hilft es, sie zu erkennen,  ihnen zu danken und sie dann aufzulösen. Es gibt dafür viele gute Methoden. Ich arbeite mit Matrix und CQM weil ich finde, dass es damit am schnellsten und angenehmsten geht.

 

Wenn du drüber bist

Hat man die Komfortzone endlich überwunden, kann neue Entwicklung folgen. Meist wundert man sich, warum es so lange einfach nicht ging. Auf alle Fälle fühlt es sich wie eine Art Befreiung an. Man muss dann nicht wieder bis zum nächsten Jahreswechsel warten, sondern kann alte Gewohnheiten jederzeit selbst ändern.

Wenn man alleine damit nicht fertig wird, ist es eine gute Idee, sich einen erfahrenen Therapeuten oder Coach zu suchen. Das macht es meist leichter.

 

Noch andere Nebenwirkungen

Womit man immer rechnen muss, wenn man sich selbst bewusst verändert ist, dass das nicht immer helle Begeisterung bei den Menschen um uns herum auslöst. Sie verstehen oft nicht, was das alles soll. Sie möchten uns lieber so behalten wie wir waren. Das war viel einfacher für sie. Wir führen ihnen mit unserer Veränderung nämlich ihre eigenen Baustellen vor Augen.

 

Beispiele

Die ebenfalls übergewichtige Freundin fühlt sich vielleicht jetzt von dir verraten, wenn du jetzt dein Abnehmprogramm konsequent durchziehst. Du zeigst ihr damit, dass es geht aber  sie hat dazu keine Lust. Nun kann sie sich aber nicht mehr mit dir darüber austauschen, dass es so schwierig ist, schöne Kleidung für Dicke zu finden. Sie fühlt sich von dir in gewisser Weise verraten. Dein Partner findet dich jetzt schwierig, um nicht zu sagen zickig,  weil du dich mehr um dich kümmerst und er sich nicht mehr so schön rund um die Uhr versorgt fühlt. Das ist unbequem.

 

Du siehst also, Veränderung kann erst mal viele Widerstände im Innen und im Außen hervorrufen. Trotzdem – sie lohnt sich immer!

 

Aprospros – wie geht es deinen guten Vorsätze für dieses Jahr?

 

 

 

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