Kaufst du dir immernoch eine Fahrkarte nach Nirgendwo?

Ha, das ist wieder so eine Fangfrage denkst du jetzt vielleicht. Ist es nicht. Ich möchte dich nur fragen, wohin du in deinem Leben willst. Hast du das denn klar?

 

 Was soll ich schon wollen, sagst du. Es kommt doch eh erstens anders und zweitens als man denkt, oder? So kann man es natürlich auch sehen. Besonders schön ist diese Sicht auf das Leben allerdings nicht. Leicht fühlt man sich da als Spielball des Schicksals.

 

Nur zu reagieren auf das, was von außen kommt, macht atemlos und unzufrieden.

 

Schöpfer sein

Und es ignoriert zudem völlig die Tatsache, dass jeder von uns, die Schöpferin/der Schöpfer seiner Realität ist.

 

Die moderne Quantenphysik und die Biophysik kann es inzwischen sogar beweisen, dass wir mit unseren Gedanken und Gefühlen unsere Realität selbst erschaffen und das sogar unaufhörlich. Wir können gar nicht anders. Nicht schöpfen geht nicht!

 

 

 Also ist es doch einfach schlau, wenn ich mir ein paar Gedanken mehr darum zu mache, was ich mir denn da so schöpfen möchte mit diesem Leben. Dazu ist es wichtig, sich ein paar grundlegenden Fragen zu stellen.

 

Man nennt sie auch die Sinnfragen.

 

Sinnfragen

Was erwarte ich vom Leben? Was will ich sein, haben, machen, erreichen? Was ist das Wichtigste in meinem Leben? Was macht mich glücklich und zufrieden?

 

 Was bringt mein Herz zum Singen? 

 

Nicht eben ganz einfach, oder? Ganze Bibliotheken sind schon darüber geschrieben worden.

 

Ich habe dazu eine sehr nützliche Übung für mich gefunden und vielleicht hilft sie dir auch weiter. Ich bin das Ganze, vom Ende her gesehen, angegangen und habe mich einfach gefragt:

 

 

Was soll denn mal auf meinem Grabstein stehen?

 

 Soll da vielleicht stehen: "Sie war immer schön angepasst"". „Sie hat immer gemacht, was man ihr sagte", "Sie gönnte sich keine Pausen", "Sie wusste nie selbst, was sie wollte"? „Sie hat niemals widersprochen“.

 

 Nein, das soll da bestimmt nicht stehen. Das wäre ein eintöniges Leben gewesen. Viel besser wäre doch so etwas: "Sie machte das Beste aus ihrem Leben", "Sie hat alle ihre Talente entdeckt und ausgelebt", "Sie war so neugierig auf jeden neuen Tag", „Ihre Lebenslust war ansteckend“, „Sie war eine Inspiration für alle Anderen“. 

 So könnte ich mir vorstellen, dass das ein pralles, buntes und erfülltes Leben gewesen wäre.

 

Wirklich Schöpfer sein

 

Deshalb ist es so wichtig, sich dessen bewusst zu werden, dass man selbst sein Leben in der Hand hat, niemand anderes und auch keine "Macht" von aussen.

 

 Wenn ich für mich wirklich klar habe, dass es weitgehend von mir und meinen Gedanken und Gefühlen abhängt, wie mein Leben aussieht, dann werde ich automatisch viel achtsamer sein mit dem, was ich sage, denke und tue. Ich lebe dann viel bewusster im JETZT. Dann stelle ich beizeiten, nämlich JETZT, die Weichen für mein künftiges Leben.

 

Dafür lohnt es sich doch mal darüber nachzudenken, was will ich eigentlich wirklich vom Leben

 Nur wenn ich weiß, was ich (vom Leben) will, kann ich Ziele erreichen. Die meisten Menschen wissen jedoch gar nicht, was sie wollen. Frage mal jemanden, was er am Wochenende unternehmen will. Meistens kommt erst mal, was er NICHT will. Was wir nicht wollen, wissen wir alle immer sofort.

 

Manchmal braucht man jetzt nur das Gegenteil finden und hat es, was es sein soll.

 

 Also etwa so: „Ich will nicht wieder so viel Besuch haben“ bedeutet eigentlich „Ich möchte mal allein sein oder nur mit der Familie“. Du verstehst das Prinzip?

 

 Es ist wichtig, das für sich auch wirklich zu formulieren. Du sagst ja am Fahrkartenschalter auch an, wohin du willst. Wenn du dein Ziel nicht kennst ist das ist so, als ob du der Dame am Fahrkartenschalter sagst "Ich hätte gerne eine Fahrkarte irgendwohin".

 

  Wo wirst du dann wohl landen? Irgendwo. Willst du dahin?

 

 

Leseempfehlung

 

 

 Eckhardt Tolle „Jetzt“

 

Mike Dooley „Neue Grüße vom Universum“

 

Die Entstehung der Realität

 

Richard Bartlett „Die Physik der Wunder“

 

  Weiterlesen

 

Zufriedenheit-eine ausgestorbene Tugend?

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Gabriele (Sonntag, 16 Oktober 2016 19:32)

    Liebe Barbara, genau so ist es. Ein herzliches Dankeschön für diese Erinnerung!
    Dir gute Besserung und alles Liebe.
    Gabriele

  • #2

    Barbara Steldinger (Montag, 17 Oktober 2016 13:41)

    Liebe Gabriele,

    dankeschön und ich freue mich, dass du meine Artikel liest und sie dir gefallen.
    alles Liebe
    Barbara

  • #3

    Michele (Dienstag, 18 Oktober 2016 15:44)

    Liebe Barbara,

    Eine fantastische Idee, wie ich finde. Würde gern dazu beitragen. Ich befinde mich ja in der Zielgruppe! Licht und Liebe für Dich

  • #4

    Gabriele (Sonntag, 23 Oktober 2016 20:19)

    Liebe Barbara,
    es ist schön, bemerkenswert und sehr, sehr gut, wenn man feststellt, dass auch andere Frauen unserer Generation die Dinge auf die gleiche Weise sehen und sich auch in vieler Hinsicht so fühlen wie man selbst. Ich stelle auch fest, dass in den Jahren, seit ich über 50 bin, ich gleichaltrige Frauen viel bewusster wahrnehme und sehr genau hinschaue, was man von diesen Frauen lernen bzw. "mitnehmen" kann. Sie werden irgendwie nicht mehr als Konkurrenz sondern als Verbündete wahrgenommen. Die Stutenbissigkeit hat aufgehört. Man wird gelassener, weil man endlich begriffen hat, dass man nicht mehr Spielball und Opfer sondern Schöpfer ist, und mehr Macht hat, als man immer glaubte!
    Es kommt mir so vor, als ob in keiner Altersphase so viel positive Veränderung stattfindet.
    Alles Liebe
    Gabi

  • #5

    Barbara Steldinger (Montag, 24 Oktober 2016 13:47)

    Liebe Gabi,

    danke für deinen Kommentar. Genau das ist es, was mich auch bewegt. Ich sehe das wie du, dass sich gerade in dieser Phase so viel grundlegend verändert und es so wichtig wird, miteinander zu reden, sich auszutauschen, zu lachen, zu weinen und sich zu unterstützen. Wir sind eine Kraft!
    dir alles Liebe

    Barbara

  • #6

    Bayer Erich (Sonntag, 30 Oktober 2016 18:35)

    Liebe Barbara, danke für Deine guten Artikel.
    Diese berühren mich immer in meinen Herzen, fühlen und entscheiden. Man kann alles abfragen über das Höhere Selbst, bzw. innere Stimme .
    LG aus Wien Erich Bayer