Die Fenster zur Seele putzen!

 

Wir finden es ganz normal, dass wir Augen zum Sehen haben. Solange sie gesund sind, fallen sie uns nicht besonders auf. Damit das so bleibt, solltest du ein paar Dinge beachten. Manches weißt du sicherlich schon, Anderes mag ganz neu für dich sein.

 



was die Augen stresst


 

Beim normalen Sehen wechselt die Entfernungen ständig. Mal schauen wir nahe auf uns, auf unsere Hände oder auf die Tastatur, fädeln einen Faden ins Nadelöhr, usw. Dann wieder schauen wir in die Weite. Auf die Straße, in die Natur, aufs Meer.

 

Dabei wird der Augenmuskel ständig trainiert. Er muss sich der veränderten Entfernung schnell anpassen können. Das ist wie ein ständiges Fitnessprogramm für die Augen. Das wird mit zunehmendem Alter schwieriger. Aber nicht nur das Alter stresst die Augen.

 

Beim stundenlangen Arbeiten am Computer, beim Lesen und auch beim ständigen Schauen auf das Handy schaut das Auge immer mit derselben Entfernung, etwa Armlänge. Das ermüdet das Auge. Die Folge sind oft schleichende Beschwerden wie Druckgefühl im Augenbereich, Konzentrationsschwierigkeiten, müde, brennende Augen. Dazu kommt, beim konzentrierten Arbeiten am PC, der dramatisch verringerte Wimpernschlag. Normalerweise „klimpern“ wir mit den Wimpern etwa 32 mal in der Minute. Die Lider befeuchten den Augapfel mit einem Feuchtigkeitsfilm, damit er nicht austrocknet, was Schädigungen der Hornhaut nach sich ziehen würde und das kann bis zur Erblindung führen.

 

Bei der Arbeit am PC klimpern wir nicht mehr so oft, sondern nur noch etwa siebenmal in der Minute! Das schädigt auf Dauer die Augen. Sehr wichtig ist daher der bewusste Wechsel der Entfernungen. Schau zwischendurch immer mal wieder in die Ferne. Fixiere aus dem Fenster heraus einen Punkt, der weiter weg ist. Dann wieder einen Punkt der näher dran ist, weiter weg, ganz nahe usw. im Wechsel.

 


was du tun kannst


 

Du kannst z.B. Augengymnastik machen. Das geht ohne Aufwand immer.

Schreibe dazu mit der Nasenspitze eine liegende Acht in die Luft und verfolge mit den Augen die Bahn. Mach das schön langsam damit dir nicht schwindlig dabei wird. Blinzeln unterstützt die Augen, wenn es schnell gehen muss und du erste Anzeichen von Müdigkeit in den Augen spürst.

 

Wirkungsvoll für eine Augenpause ist das sogenannte Palmieren. Reibe deine Hände und lade sie dadurch mit Energie auf. Dann lege die warmen Hände auf die geschlossenen Augen auf und halte das ca. eine Minute durch. Atme ruhig und tief dabei. Das signalisiert deinem Körper, dass alles in Ordnung ist und du in Sicherheit bist. Nutze die Zeit aktiv zur Entspannung. Die Augen fühlen sich danach wunderbar erholt an. Du kannst dich in der Zeit auch einmal mental auf den Raum hinter den Augen konzentrieren. Wie fühlt der sich an? Ist er weit oder eng, hell oder dunkel? Das unterstützt die Erholungspause noch mehr.

 

 Sonnendusche!

 

Die Sonne unterstützt uns auch bei der Augenpflege. Es ist eine Wohltat für deine Augen, wenn du mit geschlossenen Augen in die Sonne schaust. Das sollte nur vormittags oder am späten Nachmittag sein, niemals in der grellen Mittagssonne! Und unbedingt mit geschlossenen Augen!

Mache diese Übung am besten draußen oder am geöffneten Fenster. Diese Lichtdusche tut nicht nur deinen Augen gut. Du kannst die Wirkung noch durch tiefes ruhiges Atmen, recken und strecken und herzhaftes Gähnen verstärken.


unterstützung auch von innen


 

 

Oftmals wird unterschätzt, wie wichtig die Feuchtigkeitszufuhr für unseren Körper ist. Wir bestehen aus über 70% aus Wasser. Ohne Nahrung können Menschen relativ lange aushalten, ohne Wasser nicht. Deshalb denke daran, auch für die Augengesundheit immer ausreichend gutes Wasser zu trinken. Auch unsere Augen haben manchmal Durst. Das sogenannte "trockene Auge" verbessert sich manchmal schon durch einfach mehr Wasser trinken.

 

Auch manche Früchte und Beeren sind „Nervennahrung“ für die Augen. So sollen z.B. Blaubeeren, Hagebutten und Möhren wegen ihres hohen Anteils an Vitamin A unterstützend für die Augengesundheit sein. Bitte Möhren immer mit etwas Öl vermischen, sonst kann der Körper das wertvolle Vitamin A nicht aufnehmen.

 

Solltest du immer wieder Probleme mit den Augen haben, frage dich in einem ruhigen Moment selbst, was genau du nicht sehen willst oder kannst. Manchmal kommt die Antwort direkt aus dem Innen. Natürlich solltest du deine Augen auch untersuchen lassen, wenn sie Probleme machen. Aber die Innenarbeit fördert manchmal Erstaunliches ans Licht und du kommst um Tropfen oder sogar um eine OP´s drumherum.

 

Augen sind die Fenster zur Seele. Sie sind wunderbar und können ohne Worte sehr viel ausdrücken. Abschließend noch meine Empfehlung an dich. Schau dir im Spiegel einmal intensiv in die Augen! Lass dich überraschen, was du siehst. Es schadet nicht, ihnen hin und wieder für ihre Arbeit zu danken.

 

Und was das Beste überhaupt ist – lächle! Das tut deinen Augen gut, deiner Seele auch und allen Menschen, denen du dein Lächeln schenkst.

 


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