Was dein Morgenkaffee mit Variantenräumen zu tun hat

 

Bestimmt ist es dir auch schon aufgefallen. Es gibt Tage, da flutscht einfach alles. Das Wetter ist toll. Die Leute sind gut drauf und freundlich. Du siehst viel mehr Menschen mit freundlichem Gesicht als üblich. Du hast ein volles Pensum vor dir und fühlst dich stark. Alles geht dir leicht von der Hand. Du hast am Ende des Tages viel mehr geschafft als sonst und bist nicht mal erschöpft. Das Leben meint es gut mit dir.

 

Und dann gibt es die Tage, die irgendwie verwurschtelt sind.

 

Man kommt schon morgens schwer aus dem Bett und nur mühsam in die Puschen. Eigentlich bist du noch nicht ausgeschlafen und gruselst dich schon vor dem Tag, weil viele Aufgaben auf dich warten. Kein besonders leichter Start. Irgendwas geht bestimmt schon bei der Morgentoilette schief, ausgerechnet jetzt ist das Klopapier alle und die Dusche liefert nur kaltes Wasser.


eins zieht das Andere nach sich


 

Beim Frühstück kippst du dir den Kaffee über die Hose und darfst dich nochmal umziehen, was eine weitere Tragödie ins Leben zieht. Die Lieblingsbluse ist noch nicht gebügelt und überhaupt hast du mal wieder scheinbar nichts anzuziehen. Die Zeit wird knapp und du kommst in Stress. Dein Bus fährt dir vor der Nase weg und zu guter Letzt fängt es auch noch an zu gießen und dein Schirm liegt natürlich zuhause.

 

Auf der Arbeit angekommen hast du gleich einen Berg Probleme zu lösen, die Kollegen sind schlecht drauf und dein Drucker streikt gerade jetzt. So geht es dann munter weiter und abends bist du knülle und hast die Nase voll von der Welt. Verzweifelt fragt man sich dann, womit hab ich das verdient? Resigniert geht man zu Bett und nimmt den Frust noch mit in die Träume.

 


es liegt an mir


Auch wenn es verlockend erscheint, Gott, die Welt und das Ozonloch dafür verantwortlich zu machen. Sie alle können nichts dafür.

Alles beginnt damit, wie ich den Tag beginne. Bin ich schon zu Beginn, knautschig,  müde und schlecht drauf, kann ich mir ausrechnen, wie das weitergehen wird. Aber, die gute Nachricht ist, dass das nur an mir liegt wie es weitergeht! Ich kreiere mir meine Welt schließlich selbst mit meinen Gedanken und Gefühlen. Ich bin dem nicht ausgeliefert, was gerade ist. Jeder von uns ist ein kraftvoller, mächtiger Schöpfer seiner Realität und es liegt an mir, was ich mir "schöpfe". Sich daran zu erinnern ist ungemein wertvoll.

 

Stelle ich also fest, dass ich mich wie ein Opfer fühle: "Immer mir passiert das" , "womit habe ich das bloß verdient", dann ist es höchste Zeit es zu ändern und mir bewusst einen guten Tagesbeginn zu kreieren. Wenn ich aus dem Opfersein rauskomme und erkenne, dass es nur an mir liegt, wie mein Tag läuft, habe ich gute Aussichten, dass dieser und die nächsten Tage viel besser werden können.

 

Letztlich bestimmen wir nur selbst darüber, welchen Variantenraum unseres Lebens wir wählen. Es gibt unendlich viele dieser Variantenräume. Jeder ist eine andere Geschichte. Wir wählen und betreten, meist gänzlich unbewusst, ununterbrochen neue Variantenräume. Bei jeder Entscheidung, und wir treffen dauernd welche, öffnet sich der passende Variantenraum. Es gibt daher nichts was fix vorherbestimmt ist.

 

So kann ich mich zum Beispiel einfach dafür entscheiden, morgens putzmunter zu sein. Wenn ich´s trotzdem nicht bin, dann tue ich halt so und bin spätestens unter der kalten oder lauwarmen Dusche dann wach. Meine Lieblingsmusik angemacht und mitwippen oder tanzen beim Zähneputzen, dehnen und strecken. Ganz wichtig- keine Nachrichten auf nüchternen Magen.

 

Entscheide ich mich aber (unbewusst) dafür, müde und knautschig zu sein, wird auch der Rest des Tages mit großer Sicherheit so laufen. Allerdings habe ich trotzdem in jedem Moment die Wahl wie ich eine Situation betrachte. Kippe ich mir den Kaffee über die Hose, kann ich darüber deprimiert, genervt oder wütend sein. Ich kann mich selbst fürchterlich runterputzen weil ich so ungeschickt war oder einfach darüber lachen. Ich kann auch sagen, ok. Dann ist das eben so. Wer weiß, warum ich diese Hose heute nicht anziehen soll. Es wird schon einen Grund dafür geben. Wer kann das schon wissen.

 


der bessere weg


Ich entscheide mich jetzt einfach anders, nämlich ohne Groll und Lamento, und schon bekommt die Angelegenheit eine ganz andere Färbung. Mein Weg durch den Tag nimmt einfach einen anderen Variantenraum. Das ist eine ganz praktische Umsetzung des Prinzips, dass wir der Schöpfer unserer Realität sind. Das zu erkennen und umzusetzen ist elementar für ein glückliches Leben. Es beginnt mit dem geglückten Morgenstart und endet abends, wenn man alles Belastende wegschickt und sich über die vielen Geschenke des Tages freut und dankbar ist.

 

Dankbarkeit vorm einschlafen ganz bewusst zu praktizieren ist eine supergute Idee. Das, wofür ich von Herzen dankbar bin, wird sich vermehren. Das ist ein energetisch Gesetz. Dankbarkeit ist die zweitstärkste Kraft im Universum, gleich nach der Liebe. Das Universum liebt die Dankbaren. Es gibt so viel, wofür wir dankbar sein können.

 

Daneben ist es die beste Vorbereitung und fast schon eine Art Garantie für einen ruhigen erholsamen Schlaf.


Lies auch

 

Der eine Grund warum du morgens aufstehst

 

wer sind denn deine Arschengel?

 

Youtubevideo Mark Forster "Alles wird gut sowieso"