Alles Ansichtssache?!

Alles Ansichtssache?!

 

Manchmal kommt man auf die merkwürdigsten Gedanken. Wenn man gerade eine Zeit erlebt, in der man nicht das Gefühl hat, selbst das Heft in der Hand zu halten weil alles anders kommt als gedacht.

 

Wenn alles schwer geht und sich nichts mit Leichtigkeit lösen lässt. Wenn dich die täglichen Unmengen von Emails stressen, dein Berg an Arbeit scheinbar schneller nachwächst als du ihn abarbeiten kannst. Wenn dich Verpflichtungen, Sorgen und dringende Termine hin und her schubsen und dir dein Kalender, wie ein zu enges Korsett, die Luft zum Atmen nimmt.

 

Das beginnt schon am morgen, wenn du wach wirst. Kennst du noch den Song von Otto Walkes? "Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon wieder da?".  Kreisen deine Gedanken schon morgens, wenn du die Augen aufschlägst, um deine Sorgen, startet der Tag suboptimal. Dazu kommen die großen globalen Veränderungen, die wir zur Zeit erleben.

 

In der jetzigen Zeitqualität, die buchstäblich alles umrührt und sicher Geglaubtes einfach als billige Illusion enttarnt, kann man schon auf die Idee kommen, dass das Universum es einfach nicht gut mit uns meint.

 

Der alte Albert Einstein hatte mal wieder dazu das passende Zitat. Er meinte:

 

„Unsere wichtigste Entscheidung ist, ob wir das Universum für einen freundlichen oder feindlichen Ort halten“.

 


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Es ist unsere Entscheidung


 

Und damit sind wir wieder beim Thema Realitätsgestaltung.

 

Wir müssen uns entscheiden. Lassen wir uns von äußeren Umständen schubsen oder verunsichern, reagieren nur immer darauf oder beeinflussen wir bewusst selbst die Realität so, dass sie uns gewogen ist?

 

Sicher kennst du den Spruch mit den Zitronen, die das Leben uns liefert und wir daraus Limonade machen sollen oder die Steine, die uns in den Weg gelegt werden und wir eine Brücke daraus machen können. Da ist viel Wahres dran, denn alles ist eine Frage der Ansicht. Ich kann an Herausforderungen verzweifeln, mich klein und hilflos fühlen, das Handtuch werfen oder ich kann die Herausforderungen annehmen als eine Möglichkeit, daran zu wachsen und mich weiterzuentwickeln.

 

Sicher kennst du das aus deinem Leben auch. Wenn man dann „durch“ ist und es bewältigt hat, was zunächst wie völlig unbezwingbar aussah, dann ist man deutlich gewachsen.

 

Je nachdem, wie unsere Sicht ist, wird das Leben verlaufen. Schon Jesus sagte „Euch geschehe nach eurem Glauben“ und das ist wohl sehr aktuell.

 


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entweder oder


 

Ich muss mich immer wieder neu entscheiden.

 

Ist das Universum für mich ein schlechter Ort, dann muss ich mich schützen. Vor all dem Ungemach, das es bereithält und nur darauf wartet, mir zu schaden. Ich werde hohe Mauern bauen, vor allem um mein Herz, damit es nicht verletzt wird. Ich werde viel Geld verdienen wollen, weil ich mir davon Sicherheit erhoffe und ich werde viel Angst vor allem haben, das mir fremd ist.

 

Gehe ich jedoch davon aus, dass das Universum ein freundlicher Ort ist, das mich unterstützt, weil ich ein Teil davon bin, dann sieht die Sache ganz anders aus.

 

Mein wichtigstes Anliegen ist es dann, zu verstehen wie das Leben „tickt“ und die Gesetzmäßigkeiten des Universums zu erlernen. Das bewirkt, dass ich mit den Dingen in Harmonie bin, den Sinn hinter allem ergründen will und meine Ängste immer mehr loslassen kann. Ich fühle mich dann in diesem Leben sicher. In anderen Menschen sehe ich vor allem das Gute, nicht die Bedrohung, auch wenn sie mir fremd sind. Ich bin dann bestrebt, Verbindliches zu schaffen und der Weisheit des Lebens zu vertrauen.

 

Ich agiere dann im Alltag und reagiere nicht mehr nur auf äußere Impulse. Das macht das Leben viel entspannter.

 

Auch, wenn manches nicht wie erwartet laufen wird, das ist kein Grund zur Verzweiflung oder zum Ärgern. Nimmt dir jemand die Vorfahrt, dann schickst du keine Schimpftiraden mehr los, was das für ein Idiot ist. Nein, du bist froh, dass nichts passiert ist und erinnerst dich, dass du auch manchmal unkonzentriert oder sehr in Eile bist. Du kannst nicht wissen, warum er so chaotisch gefahren ist und bist generell großzügiger mit Anderen und ihren Macken weil du weißt, dass du selbst auch welche hast.

 


täglich neu


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Nun könntest du sagen, dass die Welt uns täglich zeigt, dass so vieles nicht in Ordnung ist.

 

Plastikmüll in den Weltmeeren, der die Tiere sterben lässt, Kriege, Gewalt, Korruption, Politiker, die ihre Verantwortung nicht ernst nehmen, Massentierhaltung, Glyphosat, Gentechnik, Umweltverschmutzung, abgeholzte Regenwälder für gierige Konzerne, Irre, die Menschen verletzen oder sogar umbringen, usw.

 

Jeden Tag musst du dich entscheiden, ob dich das runterzieht und du das Universum deshalb für einen feindlichen Ort hältst oder ob du deinen Blick absichtlich anders ausrichtest.

 

Auf die vielen tollen Menschen, die Gutes tun.

 

Darauf, dass immer mehr Menschen wach werden und  dem Konsum nicht mehr unkritisch frönen. Die fragen, woher das Gemüse, das Fleisch kommt und die Massentierhaltung boykottieren. Die wissen wollen, wer unter welchen Bedingungen ihre Jeans herstellt und ggf. ihre Konsequenzen daraus ziehen.

 

Denen ihre Lebensqualität viel wichtiger ist als scheinbare Sicherheit und Karriere und die deshalb darauf verzichten.

 

Die sich nicht mit Dienstwagen und Pensionsansprüchen kaufen lassen. Die, die neue Lebensentwürfe leben. Die nach Alternativen suchen und sich für Veränderung einsetzen.

 

Dazu muss ich allerdings den Fernseher ausmachen. Das TV manipuliert, indem nur die schlimmen Ereignisse gezeigt werden. Das verzerrt die Wirklichkeit und der Blick wird einseitig auf Hoffnungslosigkeit und Angst fokussiert. Du entscheidest, ob du das erlaubst.

 

Dein Tag beginnt bewusst anders, wenn du dich gleich morgens dafür entscheidest, dass zwar nicht alles in Ordnung ist in dieser Welt, aber im Grunde das Universum ein freundlicher, wohlwollender Ort ist.

 

Es ist eine gute Idee, sich täglich daran zu erinnern und in das Gefühl von Dankbarkeit für all die Fülle dieses Universums zu gehen. Auch für die ganzen „Selbstverständlichkeiten“, die wir täglich erleben dürfen. Das schützt uns vor Ängsten, Depressionen, Verzweiflung und Ohnmachtsgefühlen.

 

Beginne den Tag mit einem Lächeln und lächle auch die Menschen, die dir tagsüber begegnen an, so oft du kannst. Das hilft dir selbst und ist ein Geschenk für alle, denn diese Schwingung ist ansteckend.

 Auch solche scheinbar ganzkleinen Schritte helfe, dass die Welt ein besserer Ort werden kann. Fangen wir damit an.