Weißt du eigentlich, wer du bist und warum?


warum das wichtig ist


 

Auch, wenn das den Meisten noch nicht bewusst ist. Wir alle sind begnadete Wesen, die mit einer schier unerschöpflichen Energie ausgestattet worden sind.

 

Diese Energie gestattet es uns, ununterbrochen zu kreieren. Das tun wir auch und zwar Jeder von uns. Wir kreieren unsere Realität, unser Leben und diese Welt. Nur tun wir das leider meistens völlig unbewusst. Diese Fähigkeit des Kreierens wird von den allermeisten Menschen noch nicht bewusst gelebt, ja, nicht einmal erkannt.

 

Wer sich auf den Weg begibt, sich der wichtigsten Frage des Lebens zu stellen „Wer bin ich?“ bekommt mit großer Wahrscheinlichkeit ein Problem. Die Frage ist nämlich alles andere als einfach zu beantworten und man kann gut dabei ins Schleudern kommen.

 

Wer bin ich denn?

 

Bin ich Frau, Mutter, Kollegin, Tochter, Geliebte, Ehefrau, Fernsehzuschauerin, Leserin, Kundin, Patientin, Single, Lehrerin, Ärztin, Autofahrerin, Köchin, Entertainerin, Supermodel, (nein, das eher nicht :-),  Forscherin, Putzfrau?

Das sind alles Rollen, die ich nur temporär einnehmen kann.

 

Beziehungen gehen auseinander, dann bin ich wieder Single. Mein Job kann mir verloren gehen, dann bin ich was? Keine Ärztin, Lehrerin, Gärtnerin mehr? Arbeitslose? Auch das ist temporär. Genauso wie Mutter. Natürlich bleibe ich die Mutter meiner Kinder, wenn sie längst erwachsen sind. Ich habe sie ja geboren.

 

Aber der Inhalt dieser Rolle hat sich verändert.

 

Manche Menschen haben das Gefühl von großem Identitätsverlust, wenn sie Rentner werden. Nach einem langen Arbeitsleben plötzlich nur noch zuhause zu sein, stresst sie. Nicht von ungefähr leben Rentner, vor allem die Männer, dann manchmal dann nicht mehr lange. Ihnen fehlt, im wahrsten Sinne, gefühlt ihre Identität. Das ist tragisch.

Sie haben sich einzig über ihren Beruf, über ihre Arbeit, definiert.

 

Spannend ist auch, dass man z.B. auf Partys nicht gefragt wird „Und, wer sind Sie so?“ sondern „Und, was machen Sie so?“.

 

Damit ist die berufliche Identität gemeint. Danach sortieren wir Menschen ein.

 

Schlecht für Menschen, die arbeitslos oder einfach ohne Beschäftigung sind. Sie werden oft misstrauisch oder mitleidig beäugt. Aber ist der Mensch sein Beruf? Noch dazu im Jobzeitalter, wo die „Jobs“ dauernd wechseln? Und, ist die eine Tätigkeit weniger wert als andere? Ist eine Rechtsanwältin mehr wert als eine Verkäuferin? Kinder großziehen, alte Menschen pflegen, Putzen sind Tätigkeiten, die kaum jemand erwähnt auf die Frage „und, was machen Sie so? Das erfährt (noch) keine kollektive Wertschätzung.

 

Vielleicht erinnerst du dich an den tollen Werbespot, in dem eine Frau in einer Bewerbungssituation ganz selbstbewusst sagt, sie leite erfolgreich ein kleines Unternehmen und meint ihre Familie damit. Wie recht sie hat.

 

Es gibt zunehmend auch Menschen, die einfach nicht mehr in das Schema passen, das wir seit 200 Jahren mehrheitlich kultivieren. Die Überzeugung ist kollektiv zementiert, dass Jeder arbeiten muss um zu leben und zwar lange und hart. Davon hängen Ansehen und Selbstwert ab. Schon Martin Luther hat gegen „Das Übel des Müßigganges“ gewettert.

Wer sagt denn eigentlich, dass man jeden Tag in der Woche, 8 Stunden arbeiten muss? Geht das nicht auch anders? Modelle, wie das gehen kann, gibt es inzwischen viele.

 

Für das Private bleibt in der Arbeitswelt wenig Platz und Zeit. Deshalb gibt es ja dann auch solche hilflosen Versuche wie „Work-Life-Balance“ Seminare und Bücher, um einen Ausgleich zu finden. Aber ist Work nicht auch Life? Die meisten Menschen verbringen doch den größten Teil des Tages bei ihrer Arbeit.


work-life-balance und anderer Unsinn


 

Dass solche Versuche künstlich sind und nicht helfen, sieht man sehr deutlich an den stetig gestiegenen psychosomatischen Krankheiten bei Arbeitnehmern.

 

Dazu gibt es bei den Krankenkassen inzwischen Unmengen von Statistiken und Studien. Auch Burnouts und Boreouts nehmen dramatisch zu. Überforderung und Sinnlosigkeit sind die Ursachen. Menschen brauchen das Gefühl von Sinnhaftigkeit, nicht von Zeit absitzen. Die meisten Menschen wünschen sich, mehr Sinnvolles zu tun. Dinge herzustellen, die niemand wirklich braucht, macht auf Dauer sehr unzufrieden. Am schlimmsten sind alle Sorten von Büroberufen, bei denen es nicht einmal auffallen würde, wenn es sie nicht gäbe.

 

Deshalb arbeiten besonders Schreibtischarbeiter auffällig gerne in ihrer Freizeit mit den Händen. Reparieren Autos, bauen Regale, wühlen in der Erde im Garten, backen, kochen opulente Gerichte oder machen Sport. Das alles ist endlich selbstbestimmt und man sieht Resultate. Im Büro wird zu viel für den Papierkorb oder für das geduldige Ordnergrab gearbeitet. Das mach niemanden wirklich glücklich.

Wir passen uns Strukturen an, die ungesund sind und uns jeglicher Kreativität berauben. Das eigentlich Schöpferische drückt sich meist nur noch im Schummeln bei der Steuererklärung und beim heimlichen Surfen in der Arbeitszeit aus.

 

Dazu kommen die persönlichen und kollektiven Konditionierungen, die jeder Einzelne hat, die wie Fußfesseln wirken. Sie verhindern, dass man überhaupt ernsthaft und konkret in Betracht zieht, da endlich raus zu gehen und andere Formen eines selbstbestimmten Lebens zu kreieren.

Meistens wird eher kollektiv darüber gejammert wie schlimm die Kollegen sind, dass man gemobbt wird, der Chef ein Armleuchter ist und schon die Fahrt zur Arbeit ein Albtraum, weil man jeden Tag ewig im Stau steht. Das hat so ein bisschen etwas von Ameisenleben. Kennst du noch das Lied von Peter Maffay in Tabaluga über die Ameisen? Beruf und Arbeit als das Maß aller Dinge. Wie viel wunderbare Kreativität verkümmert dabei. So ist Leben nicht gedacht, da bin ich mir ganz sicher.

 


Die Veränderung hat schon begonnen


Erfreulicherweise setzt bei immer mehr Menschen ein Umdenkprozess ein.

 

Nicht mehr alle sind bereit, die Spielregeln des Kapitalismus zu befolgen, die uns ins feste Arbeitsschema pressen. Vor allem die ganz Jungen kann man nicht mehr unbedingt mit einem Dienst-BMW und hohem Gehalt ködern. Ihnen ist oft wichtiger, dass sie Freizeit für ihre Entfaltung, Freunde und Familie haben. Das lässt hoffen.

 

Für sie ist eine bezahlte Arbeit in festen, vorgegebenen Strukturen nicht das Erstrebenswerte. Ihnen liegt viel mehr daran, frei zu sein, selbstbestimmt zu leben, nicht um Erlaubnis fragen zu müssen, wie sie ihre Zeit einteilen „dürfen“. Dafür nehmen sie auch in Kauf, dass sie keinen Porsche fahren, keine Villa abbezahlen müssen und keine Zweitwohnung auf Mallorca haben.

 

Dafür sind sie aber aus dem Hamsterrad ausgestiegen, das Angestellte haben, die 5 Tage jede Woche mindestens 8 Stunden zu arbeiten. Die brav fragen müssen, wenn sie mal einen Tag frei haben wollen. Die sich schon Monate vorher, wie verrückt auf den Urlaub freuen, weil sie da endlich wieder einmal sie selbst sein dürfen. In den drei Wochen, in denen sie frei über ihre Zeit verfügen können. Das ist irgendwie fast wie Freigang im Strafvollzug.

 

Mit Recht fragst du jetzt vielleicht, ja, wie soll das denn gehen, ohne Arbeitsverhältnis. Schließlich musst du von was leben und hast Verpflichtungen. Das ist richtig.

Du könntest dir Alternativen ansehen. Das Internet und youtube ist voll davon, wie Menschen gute, neue lebenswerte Lösungen für sich finden.

 

Oder du könntest die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens unterstützen. Es ist bewiesen, dass das zu finanzieren geht. Das Gegenargument, dass dann alle nur noch faul rumsitzen würden, ist längst widerlegt. Studien haben es ausführlich untersucht und es gibt Pilotprojekte in verschiedenen Ländern dazu. Auch in Deutschland gibt es so eine Initiative.

 

Also nichts mit Faulenzertum fördern. Im Gegenteil, würde uns so viel freigesetzte Energie und blühendes Erfindertum spürbar vorwärts bringen können. Menschen könnten endlich entsprechend ihrer Fähigkeiten und Veranlagungen das tun, was sie wirklich befriedigt und glücklich macht, ohne dass sie befürchten müssten, ihre Existenz zu verlieren. Diese Grundsicherung ist an keine Bedingungen geknüpft.

 

Anders als z.B. jetzt Hartz IV, wo jegliches Engagement schon damit unterdrückt wird, dass dazuverdientes Geld gleich wieder verrechnet wird und damit einfach weg ist. So verhindert man treffsicher Eigeninitiative, Verantwortungsgefühl und jegliches Engagement.

 

Ich bin überzeugt, dass dann auch die schmerzlich fehlenden Pflegekräfte in Altenheimen, Grünanlagen, in der Kinderbetreuung etc. da wären. Einfach weil Menschen anderen Menschen gerne helfen. Wenn es sinnvoll ist und wenn sie es nicht tun müssen um zu überleben und zu unterirdischen Gehältern arbeiten müssen, sondern entspannt und aus Überzeugung und Freude.

 

Um noch einmal auf die Eingangsfrage zurückzukommen, „wer bin ich?“

 

Wenn ich alle erwähnten Rollen weglasse, bleibt nur noch die Essenz:

 

Ich bin ein spirituelles Wesen, das eine Erfahrung als Mensch macht. Ich bin reine Energie und diese Energie ist unsterblich. Ich habe das Privileg erhalten, hier zu dieser spannenden Zeit des Wechsels und der Veränderung auf der Erde zu sein, mitzugestalten und zu schöpfen. Das ist meine Macht.

 

Und bei dir ist das genauso.

 

Also, lass uns die Welt verändern. Fangen wir damit bei uns an!

 

 


Lies gerne weiter:


 

 

Ich bin raus: Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung

 

Robert Wringham

 

Hier findest du Infos zum bedingungslosen Grundeinkommen

 

Bedingungsloses Grundeinkommen

 

 

 

 So kannst du selbst etwas tun

 

https://www.mein-grundeinkommen.de/


Kommentar schreiben

Kommentare: 0