Fülle wünschen?

Warum dir "Fülle" wünschen nicht weiterhilft


 

Die meisten Menschen leben im Mangel. Glaubst du nicht?

 

Der Mangel kann sehr verschieden aussehen. Es gibt Mangel an Liebe, Mangel an Anerkennung, Mangel an lieben Menschen, mit denen man sich austauschen kann, Mangel an Verständnis, Mangel an einem passenden PartnerIn, Mangel an Unterstützung, Mangel an Ideen, Mangel an Selbstliebe, Mangel an materiellen Dingen, Mangel an Geld.

 

Für den, der den Mangel fühlt, klingt es wie ein Hohn, wenn es doch immer heißt, dass dies ein Universum der Fülle ist.

 

Erleben sie doch täglich scheinbar das Gegenteil. Besonders spirituell ausgerichtete Menschen sind oft im Mangel an Geld. Es fehlt halt und das sieht für sie nach Mangel und nicht nach Fülle aus. Es ist nicht zu verstehen, wenn man doch alles dafür tut, in die Fülle zu kommen? Dementsprechend fühlen sie sich schlecht und artikulieren das meistens auch mehr oder weniger deutlich als Beschwerde ans Universum.

 



 

Hier kommt wieder einmal das Gesetz der Anziehung ins Spiel.

 

Immer mehr vom Selben.

 

Konzentrieren wir uns auf den scheinbaren Mangel, wird er nach diesem Gesetz immer mehr werden. Wir bestellen ihn uns praktisch, wie aus Versehen, selbst immer wieder. Deswegen ist es so wichtig, darauf zu achten, was man so denkt und spricht und auch das Gefühl dazu wahrzunehmen und ggf. daran zu arbeiten, es zu verändern und aus dem Opfersein raus zukommen.

 


es gibt gar keinen mangel!?



 

Letztens habe ich einen ganz interessanten Aspekt dazu in einem Podcast gehört, der mich sofort fasziniert hat. Deshalb will ich ihn unbedingt mit dir teilen. Es hieß darin, dass es Mangel de facto gar nicht gibt.

 

Er existiert schlichtweg nicht! Wom!

 

Nein, nicht gleich protestieren. Ich erkläre das sofort. Fülle bedeutet nämlich nicht automatisch Fülle an guten Umständen oder Dingen. Fülle wird von vielen Menschen mit so einer Art Schlaraffenland, wo Milch und Honig fließen, assoziiert. Das ist ein Denkfehler.

 

Du kannst auch Fülle in deinem Leben haben, die sich gar nicht gut anfühlt und die dir überhaupt nicht willkommen ist. Fülle an Schmerzen, Fülle an unangenehmen Menschen, Fülle an Streit, Fülle an unbezahlten Rechnungen, Fülle an Sorgen oder Ängsten, Fülle an schlechten Erfahrungen, die du machen musstest.

 

Für mich hatte dieser Ansatz einen ziemlichen Aha-Effekt.

 

Es geht also gar nicht darum, möglichst viel Fülle ins Leben zu ziehen. Wir müssen viel präziser mit dem sein, was wir als unser Leben erschaffen wollen. Nur wir selbst haben die Verantwortung dafür, dass es eine positive Variante wird.

 

Es ist ganz wichtig herauszufinden, wo denn die Fülle ist, in deinem Leben, positive und negative.

 

Das kann Fülle an wenig Geld, Fülle an leidigen Kurzbeziehungen, Fülle an Konflikten, Fülle an Menschen, die dir nicht zuhören, Fülle an Schmerzen, Fülle an ungesunden Angewohnheiten usw, sein.

 

Leider hilft hier das sogenannte positive Denken nicht.

Es ist wie eine Schallplatte, die über die alte unbewusste einfach nur drüber gelegt wird. Die alte Platte wirkt aber trotzdem immer weiter. Manchmal sieht es so aus, als ob es hilft. Aber meistens hält es nicht sehr lange. Und das macht erschöpft und müde und veranlasst uns, noch mehr zu tun.

 


vom tun zum sein



 

Es geht aber nicht ums (noch mehr) Tun!

 

Es geht in der jetzigen Zeitqualität ums Sein und zwar im gegenwärtigen Moment. Das ist die einzige Zeit, die existiert. Nicht die Vergangenheit und nicht die Zukunft. Es gibt nur eine Zeit, in der wir etwas verändern können, im Jetzt!

 

 (Lies auch gerne dazu (Ekhard Tolle "Jetzt!")

 

Das zu akzeptieren, fällt unserem umtriebigen Verstand sehr schwer. Er ist immerzu unterwegs. In der Vergangenheit, um sich zu erinnern, zu bewerten, zu sortieren und zu archivieren oder in der Zukunft um Zukunftsszenarien zu entwerfen. Oft sehr mit Angst belastete.

Das hält uns von dem einzigen Moment ab, der wirklich existiert- dem Jetzt.

 

Das Leben liebt uns.

 

Ja, wir sind das Leben selbst. Das Leben liebt sich selbst. Wenn wir es ablehnen, so wie es ist, legen wir uns mit uns selbst und der Realität an. Dabei können wir niemals gewinnen. Tun wir das, bedeutet es als Folge, dass das Leben gar nicht anders kann, als uns Mangel zu liefern!

 

Deshalb ist es wichtig, ehrlich in sich zu gehen und danach zu suchen, womit man nicht einverstanden ist. Dieses nicht einverstanden sein hat eine große Wirkung. Wo lieben wir unser Leben nicht? Wo ist etwas nicht, wie es sein sollte? Sich dagegen aufzulehnen, bringt überhaupt nichts, weil es ja schon da ist.

 

Es ist schon Realität.

 

Deshalb ist es so wichtig, damit seinen Frieden zu machen.

Zu akzeptieren, dass es so ist wie es ist. Das heißt nicht, dass dir jetzt alles egal sein soll und du untätig werden sollst. Keinesfalls. Das heißt nur, dass du aufhörst, gegen die Realität, gegen das was ist, angehen zu wollen. Also ist die Aufgabe, Frieden zu schließen mit dem Leben, das ich bin. Und dann die Impulse wahrzunehmen, wie ich etwas (in Liebe) ändern kann.

 

Dazu gehört auch die Vergebung, aber das ist wieder ein neues Thema.

 



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