Meer hilft!


manchmal muss ich ans meer


 

 Jedes Jahr muss ich, am liebsten mehrmals, ans Meer.

 

Bei mir ist es die Ostsee, denn sie liegt nur drei Autostunden von Berlin entfernt, quasi vor meiner Haustür.

Schon beim Packen erfasst mich die Vorfreude. Sich wieder durch pusten zulassen, frische Seeluft zu schnuppern, dem Spiel der Wellen zuzusehen ist für mich Erholung pur. Dazu muss ich nicht mit dem Flieger weit weg. Mir reicht die Ostsee zwischen Wustrow und Zingst.

 

Dabei ist das Wetter zweitrangig. Ob es stürmisch ist oder mild, ob die Sonne scheint oder dicke Wolken aufziehen, ist mir eigentlich egal. Nirgendwo spüre ich die Verbindung zur Natur so direkt wie hier. Und jedes Mal findet so eine innere Transformation statt. Ich habe plötzlich wieder viel mehr Klarheit im Kopf. So, als ob der Wind den alten Müll raus pustet und dafür Platz für Neues macht.

 

Du kennst doch sicher auch den Effekt, wenn du deine Wohnung gründlich aufräumst, Altes entsorgst und sich das Gefühl von Weite und Licht einstellt. So ähnlich geht mir das auch mit meinem Kopf und meinen Gedanken.

 



kopf lüften


 

Sehr oft entstehen plötzlich richtig gute Ideen.

Ich wundere mich dann regelmäßig, woher sie plötzlich kommen und wo sie eigentlich so lange waren.

 

Am Meer habe ich auch wieder mehr Lust, mich zu bewegen und spazieren zu gehen.

 

Dabei schärft sich mein Blick. Ich nehme schöne Blüten am Wegesrand wahr, beobachte die Möwen wie sie gegen den Wind anfliegen und bewundere dramatische Wolkenformationen am Himmel. Am Abend bestaune ich immer wieder sensationelle Sonnenuntergänge, die schöner nicht sein könnten. Das lässt mich für die Schönheit von Mutter Natur ganz ehrfürchtig werden. Sie ist so unmittelbar, dass ich sie im Herz spüren kann.

 

Ganz oft wird mir sehr viel klarer als sonst, wo ich vielleicht feststecke oder in eine Richtung rudere, die zwar mein Verstand notwendig und sinnvoll findet, die aber mein Herz nicht will. Jedes Mal komme ich wie frisch geputzt, mit neuen Impulsen, wieder nach Hause.

 

Manchmal ist das „Putzen“ auch nicht so angenehm, weil ich erkennen muss, dass ich viel Kraft und Zeit in etwas investiert habe, dass mich zielstrebig auf den Holzweg geführt hat. Das ist dann zwar bitter, aber heilsam und verhindert weitere materielle und mentale Investitionen in falsche Wege.

 


staudämme


 

Ich komme auf die Art und Weise meinen inneren Staudämmen immer mehr auf die Schliche. Ich finde dieses Bild des Staudamms sehr anschaulich.

 

Die inneren Staudämme sind meine Glaubenssätze darüber, wie etwas zu sein hat oder auch nicht. Was man darf oder nicht, was sich gehört oder nicht. Wie die Welt eben ist oder nicht.

 

Sie sind im Laufe meines wie auch deines Lebens entstanden.

 

Sie stauen den Lebensfluss und mit ihr die Lebensfreude, die Neugier und den Mut. Sie engen ihn ein. Die ersten Steine dieser Staudämme haben meine Eltern und Großeltern unabsichtlich gelegt. Damit, wie sie mir die Welt aus ihrer Sicht erklärten. Diese Welt bestand aus vielen Zwängen, Ver- und Geboten. Die Freude kam selten dabei vor. Oft, weil sie es auch nicht besser wussten. Solche großen Steine wie „man muss hart arbeiten, wenn man es zu etwas bringen will, Augen zu und durch, Das tut man nicht oder Das macht man eben so. Was sollen denn die Leute denken“ usw.

 

Mit jedem solcher Glaubenssätze wird der Staudamm höher und fester. Mit großen und kleinen Steinen gefestigt.

 



Wie heißen diese steine?


 

Warum Staudamm?

 

Weil wir einen Lebensfluss haben, der uns eigentlich freudig, neugierig, abenteuerlustig und fröhlich macht. Den haben wir mitbekommen und er ist eigentlich ein starker, lebendiger Fluss. Die oben erwähnten Steine stauen ihn im Laufe unseres Lebens immer mehr an.

 

Das äußert sich in Druck, Stress, Angespanntheit, Erschöpfung und vor allem in fehlender Freude. Wir steuern unser Leben nicht mehr bewusst, kreieren nicht mehr selbst, sondern funktionieren nur noch. Wir gehen zur Arbeit, weil wir Geld verdienen müssen, nicht weil es uns eine Freude, ein Bedürfnis ist.

 

Wir arbeiten, weil wir für unsere Familie sorgen, die Miete bezahlen, den Lebensunterhalt sichern müssen. Müssen, müssen, müssen. Das ist Druck pur. Kein Wunder, dass Depressionen und alle möglichen heftigen Krankheiten exorbitant zunehmen. Der Grund ist pure Angst. Existenzangst, Angst vor sozialem Abstieg, Angst vor Krankheit, Angst vor Schicksalsschlägen. Uns fehlt das Vertrauen ins Leben. Wir leben schlicht gegen unser Herz.

 

Gegen das, wofür wir eigentlich hergekommen sind.

 


geht das auch anders?


 

Ich höre schon deine Argumente, die ich auch alle kenne.

 

„Ja, aber das geht doch nicht anders. Woher soll denn das Geld kommen, wenn ich nicht arbeite?“

 

Mit „Ja, aber“ bremsen wir uns selbst enorm aus und betonieren unseren Staudamm gleich noch ein Stück höher. Unser Verstand holt damit schon mal die nächste Ladung Beton.

 

Es gibt inzwischen viele Beispiele, wie Menschen dem Ruf ihres Herzens folgen und damit ihren Staudamm wieder einreißen.

 

Schon der erste Stein, der entfernt wird, bringt das Wasser, die Lebensfreude, wieder mehr zu fließen. Dazu muss man nicht unbedingt das Haus verkaufen und im Wohnmobil nach Alaska fahren. Aber man kann, wenn es der Herzweg ist. Man kann auch zuhause bleiben und neue Wege beschreiten. Zum Beispiel den ungeliebten Job endlich loslassen und dem Herz folgen. Das ist der Weg bei dem es sich stimmig anfühlt, wo ganz viel Kraft ist.

 

Wenn es der Herzweg ist, wird er auch erfolgreich werden. Manchmal braucht es einen radikalen Schnitt im Leben, um Herzinfarkte, Krebs und andere schwerwiegende Krankheiten als Wegweiser zu verstehen.

 

So weit sollte es möglichst nicht erst kommen müssen.

 



zeit für Veränderung


 

Manchmal reichen schon kleine Veränderungen.

 

Nein, es muss sich nicht jeder selbständig machen, aber viele könnten es und würden zu Selbstbestimmtheit und Zufriedenheit finden und damit endlich aus dem Hamsterrad raus sein. Raus aus der Fremdbestimmtheit und der trügerischen Sicherheit einer Festanstellung.

 

Auch das mutige sich darüber Hinwegsetzen, was „man“ macht und was nicht, hilft dabei. Das ewige Vergleichen loslassen und vor allem das Bewerten. Den eigenen Weg gehen und sich nicht darum scheren, was andere darüber denken. Das ist nicht einfach, aber man kann es trainieren. So wird der Staudamm Schritt für Schritt abgebaut bis alles wieder kraftvoll ins Fließen kommt.

 

Solche Menschen, die uns begegnen, scheinen in sich zu ruhen. Die irgendwie weise sind, zufrieden erscheinen und erfolgreich sind ohne sich dabei in einer 80 Stunden Woche tot zu schuften. Es gibt Untersuchungen, die beweisen, dass 3-4 Stunden am Tag für die Grundsicherung völlig ausreichen würden. Das würde uns auch genug Zeit geben für wichtige Dinge wie Selbstreflexion, Entwicklung und für unsere Familien. Besonders für die Kinder.

 

Manche unliebsame Zeiterscheinung würde sich dadurch von selbst auflösen. Und wir könnten am Ende unseres Lebens das bittere Gefühl vermeiden, irgendwie nicht richtig gelebt zu haben, das viele Sterbende äußern.

 

Da wir nicht wissen können, wie viel Zeit uns in diesem Leben bleibt, sollte wir keine verschwenden und hurtig daran zu gehen, unsere inneren Staudämme abzubauen und für unsere Freude freizumachen.

 

Wenn du dabei Unterstützung brauchst, helfe ich dir gerne dabei.

 

Energetisch-spirituelles Mentoring

 

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0