· 

Na, welche Ausrede hast du heute wieder?

Alles Ausreden!


 

Findest du die Überschrift provokativ?

 

Zugegeben, es klingt schon so. Ist es aber gar nicht. Wie oft hast du dir schon vorgenommen, dies oder das zu erledigen oder zu ändern? Und es erklärlicherweise wieder nicht geschafft?

 

Du hast richtig motiviert begonnen. Erste Fortschritte sind zu sehen. Und dann? Schläft es langsam wieder ein, weil…

 

  • Weil du gerade keine Zeit, kein Geld usw. hast
  • Weil anderes wichtiger ist
  • Weil du krank, enttäuscht, erschöpft, frustriert bist
  • Weil das Leben mal wieder dazwischengekommen ist
  • Weil dir der richtige Impuls fehlt
  • Weil dir die Motivation abhanden gekommen ist

 

Weil, weil, weil.

 

Alles wahr. Und fast alles Ausreden. Und, du hast das nicht einmal bewusst entschieden. Du hast nämlich mächtige Gegenspieler. Sie sitzen gut getarnt, aber sehr wachsam, im Unterbewusstsein.

 

Veränderung mögen sie überhaupt nicht.

 

Sie halten lieber an dem fest, was sie kennen. Selbst dann, wenn das für dich nicht vorteilhaft ist. Das ist ihnen schlicht egal. Sie machen sich keine Gedanken darüber, sie funktionieren einfach. Die Rede ist von Selbstsabotageprogrammen im Unterbewusstsein.

 

Das Unterbewusste steuert uns zu 95%, sagt die Wissenschaft. Dagegen mit deinen übrigen 5% anzukommen, ist nicht so leicht, aber auch nicht unmöglich. Die Crux ist dabei, dass wir bei uns selbst dafür relativ blind sind. Was wir bei anderen Menschen glasklar wahrnehmen, sehen wir bei uns selbst noch lange nicht.

 

Wir wundern uns vielleicht nur, dass sie, die Anderen, selbst es nicht bemerken.

 


Das Unterbewusste hat viele Aufgaben



 

Es kümmert sich u.a. darum, dass unsere Körperfunktionen im Takt bleiben.

 

So müssen wir uns glücklicherweise keine Gedanken darüber machen, ob unser Herz genug Blut in der richtigen Geschwindigkeit durch den Körper pumpt. Ob die Zusammensetzung körpereigener Enzyme stimmt, welche Eindringlinge, in Form von Viren und Bakterien, entschärft werden müssen.

 

Das alles läuft, von uns völlig unbemerkt, und zuverlässig ab.

 

Allerdings wirken eben auch viele hinderliche Überzeugungen von uns völlig unbemerkt. Sie liegen auf einer sehr tiefen Ebene.

 

Unsere Ausreden (Selbstsaboteure) sind die Überzeugungen und Glaubenssätze, die wir meistens schon sehr lange in uns tragen.

Viele sind im frühen Kindesalter erworben. Wir haben sie von unseren Eltern und den Erwachsenen im Umfeld übernommen. Sie wurden einfach als wahr angesehen, weil wir in diesem Alter noch nicht wissen können, ob das überhaupt so stimmt, wie die Großen die Welt sehen.

 

Manche dieser „Geschichten“, die wir uns immer wieder erzählt haben, und daher glauben, haben wir sogar von den Vorfahren übernommen, sozusagen „geerbt“.

 

Die Wissenschaft, die Epigenetik, bestätigt inzwischen, was in spirituellen Kreisen dazu schon immer vertreten wurde. Auch von unseren Ahnen werden noch  Programme und Muster auch in unserem Leben wirksam, sofern sie noch nicht befriedet, also aufgelöst wurden.

Und manches haben wir selbst schon in dieses Leben mitgebracht, um es jetzt zu lösen.

 

Das Unterbewusste benutzt diese Programme, um uns zu schützen. Das betrachtet es als seine vornehmste Aufgabe.

 

Es hat sich über Jahrtausende bewährt. Du hast es also sehr schwer, dagegen anzukommen, wenn du Veränderung haben möchtest. Wenn du einen Fuß aus deiner Komfortzone, die dir vertraut ist, raus setzen willst, ruft das unweigerlich die Wächter aus dem Unterbewusstsein auf den Plan.

Sie wollen dich beschützen, denn da draußen ist es vielleicht gefährlich. Es meint es also gut mit uns. Deshalb macht es wenig Sinn, dagegen mit Kraft anzugehen. Dabei wirst du immer wieder den Kürzeren ziehen.

 

Dann passiert genau das, was ich eingangs erwähnt habe. Es kommt immer etwas dazwischen. Und du musst das irgendwie begründen, mit einer Ausrede.

 

Mein persönlicher running gag dazu heißt übrigens „und plötzlich ist das Schuhe putzen das Wichtigste von der Welt…“, wenn  ich an irgendetwas nicht ran will. Buchhaltung zum Beispiel.

 


Gut, wenn man Durchblick hat
Gut, wenn man Durchblick hat

Vielleicht hast du einige dieser  Überzeugungen auch?


  • Es geht so schwer, müsste viel einfacher sein, (also lasse ich es lieber gleich ganz)
  • Wahrscheinlich ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, ich fange einfach später an
  • Ich bin noch nicht so weit, ich bin noch nicht gut genug, muss erst noch dieses Zertifikat haben, aber dann. (Das verschafft mir eine Gnadenfrist.)
  • Ich habe kein Geld für ein Coaching, das schaffe ich auch alleine. (Und mache immer weiter das, was nicht funktioniert, aber mir das Gefühl von Tun gibt)
  • Ich kann meine Preise nicht anheben, das zahlt mir doch keiner. (Ich versuch es erst gar nicht, weil ich fürchte, dass ich meine Kunden verliere.)
  • Wenn ich jetzt hochpreisiger werde, bin ich meine Kunden los. (Ganz bestimmt, wenn ich das glaube.)
  • Ich kann mich nicht spitzer positionieren, dann habe ich nicht genug Kunden. (Ich möchte mich nicht einschränken.)
  • Ich habe keine Zeit für Fortbildungen, der Kalender gibt das nicht her. (Meine Prioritäten sind anders gesetzt.)
  • Ich finde keinen Coach, der mich versteht. (Ich bin selber mit mir unklar.)
  • Mein Angebot ist so ungewöhnlich, da ist es halt schwer es zu verkaufen. (Wenn ich das glaube…)
  • Ich kann mich doch nicht so deutlich sichtbar zeigen, wer bin ich denn. (Ich habe Angst vor Gegenwind und unerfreulichen Reaktionen.)
  • Was ist denn, wenn einer merkt, dass ich gar nicht die tolle Expertin bin. (Meine Selbstzweifel hindern mich.)
  • Ich muss erst noch…ergänze selber...

 


was du tun kannst


 

Meine sind – ich muss erst noch, dieses Projekt beenden, das Büro aufräumen, mehr Geld verdienen, neue Kundinnen finden, die Webseite überarbeiten…

 

Alles, wirklich sehr wirksame Ausreden!

 

Alles Ausreden, die tatsächlich funktionieren. Nur, leider bringen sie uns nicht weiter. Sie kosten uns viel Energie. Viel effektiver ist es, das Unterbewusste mit ins Boot zu nehmen. Dann kannst du alte Glaubenssätze loswerden und neue, bessere etablieren. Sich dazu auch Hilfe zu holen ist clever und kürzt den Prozess ab.

 

Du wirst immer bei allem, was du ändern willst, auf Widerstände treffen.

 

Das, zu wissen und zu handeln, ist ein lebenslanger Prozess. Je mehr du an dir arbeitest, desto mehr dieser Glaubenssätze, Muster und Programme wirst du entdecken und loslassen können. Das ist Fortschritt und nicht, wie manche glauben, eine Verschlimmerung, weil sie jetzt immer mehr aus ganz tiefen Ebenen hochkommen.  Im Gegenteil kommen wir mit dem Wegräumen und Auflösen immer mehr an unsere Essenz. Wir werden immer authentischer und zu der besten Version von uns selbst.

 

Es ist ein Merkmal der Zeitqualität, die wir jetzt haben. Alles, auch das ganz unten Liegende, anzuschauen und zu befrieden.

 

Dafür lohnt es sich doch, oder?

 

Ich begrüße inzwischen bei mir jede neue Ebene. Auch, wenn sie oft nicht sehr angenehm ist, weil ich spüren kann, wie etwas, das mich lange beschwert hat, nun gehen kann. Wenn ich Veränderung möchte, komme ich nicht drumherum, im Innen bei mir anzufangen.

Im Außen anzufangen ist, wie zu versuchen, den Fleck im Spiegel zu putzen, statt den Fleck in meinem Gesicht. Bringt nicht viel.

 

Es ist einfach so. Für jede Wirkung im Außen, muss zuvor eine Ursache gesetzt werden.

Das bedeutet, dass meine Zukunft (Wirkung) davon abhängt, welche Ursache ich jetzt setze. Welche Überzeugungen, die mir nicht mehr dienlich sind, ich finden und loslassen kann, entscheidet darüber, wie die Wirkung in Zukunft im Außen sein wird.

 


lass dir helfen


Bemerke ich also, dass ich mir dauernd Ausreden kreiere, um etwas nicht anzugehen, auszuweichen oder mir selbst damit etwas vorzumachen, ist es dran, tiefer zu gehen. Was liegt davor, wie heißt es genau, um es loszulassen, zu transformieren.

 

Man kann Veränderungen auch ohne all dies versuchen. Dann wird es allerdings schwerer.

 

Besser ist es, wenn du dein Mindset im Unterbewusstsein auf deine Seite holst. Dann werden deine Wirkungen sehr viel leichter erzielt werden. Der einzige Mensch, der über deinen Erfolg oder Misserfolg bestimmt, bist nur du selbst. Es ist immer deine Entscheidung.

 

Mit meiner Arbeit unterstütze ich dich sehr gerne beim Auffinden und transformieren.

 

Melde dich einfach über den Button (unten auf der Webseite) zu meiner unverbindlichen, kostenlosen virtuellen Kaffeepause an und lass uns reden!

 



Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Uwe Kampa (Montag, 20 Januar 2020 10:47)

    Das sind für mich keine neuen, jedoch immer wieder sehr interessante Gedanken. Ich bin auch ein "Verdränger" (Zitat meine Ex). Da helfen Ausreden oft weiter.
    LG Uwe

  • #2

    Barbara Steldinger (Montag, 20 Januar 2020 17:48)

    Hallo Uwe,
    ich glaube, da sind wir alle, mehr oder weniger, ganz gut drin. Verdrängen hilft scheinbar erst mal. Leider kommt das dicke Ende trotzdem irgendwann und man kommt dann nicht drumherum, es sich doch anzuschauen... Da helfen dann auch die Ausreden nicht mehr.
    lg Barbara