Die Intuition ist wie eine Katze

oder wie ein Hund?


 

 

Die Intuition ist wie…

 

 

…eine Katze.

 

Wieso gerade wie eine Katze, fragst du dich jetzt vielleicht. Ganz einfach.

Genau wie eine Katze, lässt sich die Intuition nicht einfach herbei befehlen. Sie kommt und geht wie es ihr gefällt. Sie bevorzugt ein ruhiges, unaufgeregtes Umfeld und einen entspannten, erwartungsfreien Menschen. Dann kommt sie und lässt sich streicheln, die Katze.

 

Die Intuition ist ganz ähnlich gestrickt.

 

Auch sie kommt nicht auf Kommando und sie braucht ein entsprechendes Umfeld. Sind wir sehr angespannt, hält sie sich trotz aller Bemühungen, fern. Erst, wenn wir aufhören, sie unbedingt herbeizwingen wollen, stellt sie sich unverhofft ein. Viele Menschen haben genau deshalb Gedankenblitze oder geniale Eingaben unter der Dusche oder in der Badewanne. Dort beschäftigen wir uns nur mit dem Baden oder Duschen und hekticken nicht herum. Wir erledigen nicht mehr drei Dinge gleichzeitig und die Gedanken haben mal Pause. Monotasking statt Multitasking.

 

Auch ein Spaziergang, am besten in der Natur, hat ähnliche Wirkung oder das gedankenverlorene Spielen mit deinem Kind oder bei deinem Hobby.

 

 

 

…wie ein Hund

 

 

Die Intuition ist dir treu ergeben, genau wie dein Hund. Sie kommt zwar nicht, wie er, auf Kommando. Aber sie ist verlässlich. Das, was sie dir sendet, ist ehrlich und ohne Eigennutz. Ihr ist daran gelegen, dir zu helfen. Sie ist immer für dich da, wenn du ihr nur die richtigen Bedingungen verschaffst. Also, Entspannung, Ruhe, ganz klare Anweisungen. Also, die Anweisungen sind eher für den Hund.

 

Deine Intuition benötigt ganz klare Fragen.

 

Das braucht dein Hund wahrscheinlich nicht. Du bist nämlich nicht darauf angewiesen, wann die Intuition plötzlich und unerwartet mit einem genialen Hinweis erscheint. Du kannst sie jederzeit nutzen, indem du sie einfach fragst.

 

Dabei wirst du merken, dass es wichtig ist, wie du sie fragst. Zu Beginn kannst du sinnvollerweise damit beginnen, ihr Ja/Nein Fragen zu stellen und zu warten, was kommt. Das klappt immer, wenn du entspannt darangehst und für eine ruhige Umgebung sorgst.

 

Ganz Fortgeschrittene können auch im dicksten Getümmel innerlich zur Ruhe kommen. Für alle anderen gilt, ganz bewusst für Ruhe sorgen.

 

Frage dich

 

Solche Ja/NEIN Fragen könnten sein:

 

  • Soll ich heute die Bahn nehmen?
  • Soll ich das rote Kleid anziehen?
  • Ist es eine gute Idee, dieses neue Programm zu bewerben?
  • Wird es heute regnen?
  • Soll ich diese Reise buchen?
  • Geht es hier lang?
  • Ist das echt?

 

 

 

Der nächste Schritt wäre Entweder-oder Fragen zu stellen wie:

 

 

 

  • Geht der Weg nach links oder rechts?
  • Ziehe ich heute eine Hose oder einen Rock an?
  • Nehme ich die Bahn oder das Auto?
  • Fahre ich im Urlaub dieses Jahr an die Ostsee oder in die Berge?
  • Soll ich mich mit Gabi oder Susanne treffen?
  • Gehe ich heute essen oder koche ich selbst?
  • Geld anlegen oder noch warten?

 

 

 

bild von Jaques /pixabay
bild von Jaques /pixabay

 

 

… wie ein Esel

 

 

... so störrisch.

 

Manchmal braucht es etwas Zeit und Geduld, bis wir wieder in einen regelmäßigen Kontakt mit unserer Intuition kommen.

 

Lass dich davon nicht abhalten, auch wenn es erst einmal schwierig scheint. Du hast sie lange nicht genutzt. Es ist wie ein Muskel, der lange nicht bewegt wurde. Trainiere sie und habe Geduld. Achte auf deine Eingebungen. Frage dich bei jeder Gelegenheit etwas und nimm immer den ersten Impuls. Er ist meist richtig. Nimmst du ihn nicht, schaltet sich der Verstand ein und beginnt damit, zu analysieren.

 

Damit bist du raus aus der Intuition. Das wäre schade.

 

Untersuchungen haben ergeben, dass z.B. Radiologen schlechtere Entscheidungen treffen, wenn sie länger als 30 Sekunden auf die Röntgenaufnahme schauen. Dann ist der erste Impuls durch und sie beginnen mit dem Verstand zu analysieren. Der hat aber lange nicht so viel Überblick und Information zur Verfügung wie die Intuition, die ihr Wissen aus einer übergeordneten Ebene bezieht. Dafür gibt es viele Beispiele.

 

„Das intuitive Gehirn ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ist ein treuer Diener. Das Problem ist nur: Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener verehrt und das Geschenk vergessen hat.“ – Albert Einstein

 

 

 

Es lohnt sich unbedingt, die Intuition wieder ganz bewusst als Kompass durchs Leben zu nutzen.

 

Als Kinder haben wir ausschließlich intuitiv gehandelt.

 

Wir haben nicht analysiert ob, wir jetzt eine Burg bauen oder lieber buddeln gehen sollten und warum. Dieses kostbare Geschenk des Lebens wurde uns spätestens in der Schule abgewöhnt. Zum Glück werden in dieser Zeit viele Menschen immer bewusster und kommen deshalb zwangsläufig wieder in engeren Kontakt mit ihrer Intuition.

 

Unser Körper reagiert sehr feinfühlig auf die Signale der Intuition.

 

Das kann ein grummeliges Bauchgefühl sein, wenn man etwas besser nicht tun sollte. Oder ein warmes Gefühl ums Herz, wenn etwas sehr gut sein wird, ein Druck auf den Ohren, ein Stich im Magen. Wissen, welches man plötzlich einfach hat. Ohne, dass klar ist, woher es kommt. Manche Menschen sind hellfühlig, hellwissend, hellhörig, usw. Sie besitzen eine ausgeprägte Intuition und sind mit höheren Ebenen besser verbunden.

 

Aber auch für alle anderen ist viel mehr möglich, als landläufig angenommen wird.

 

Man hat Versuche mit Studenten gemacht, denen man in rascher Abfolge Fotos gezeigt hat. Das waren welche mit sehr schönen Bildern und dazwischen Fotos mit schlimmen Bildern. Sie wurden in ziemlich schneller Abfolge gezeigt. Die Studenten waren dabei verkabelt, sodass ihre Körperfunktionen gemessen werden konnten. Erstaunlicherweise gingen der Blutdruck und der Puls sofort hoch, bevor als nächstes ein schlimmes Bild  kommen würde. Sie spürten also schon, bevor sie es sahen, dass etwas Bedrohliches kommen würde.

 

Ein spannendes Experiment. Es gibt viele solcher Beispiele.

 

Untersuchungen haben auch gezeigt, dass Soldaten in Kriegsgebieten mit nur einem Blick in eine Straße intuitiv wissen, ob es hier gefährlich ist oder nicht.

 

Bestimmt kennst du die Hütchenspieler. Ihnen kann man mit Logik oder einem schnellen Auge nicht bei kommen. Mit der Intuition schon. Ich kenne eine Frau, die mit ihrer Intuition regelrecht „sehen“ konnte, unter welchem Hütchen die Kugel zum Schluss lag.

 

Wir kennen es aus dem Alltag, dass wir an jemanden denken und kurz darauf treffen wir ihn zufällig oder bekommen eine Mail von ihm. Oder wir wissen schon, wer am Telefon ist, bevor wir abgehoben haben. Mütter spüren häufig, wenn mit ihren Kindern, die grade nicht bei ihnen sind, etwas passiert ist.

 

Dies alles gehört zur Intuition, die sich auf ganz vielfältigen Wegen zeigen kann. Manche hören sie, manche bekommen eine Bild, ein Gefühl oder einfach einen Ein-fall.

 

Spüre doch einmal hin wie das bei dir ist.

 

Es lohnt sich, zu trainieren.

 

Eine ganz einfache Übung ist es, sich immer mal im Laufe des Tages zu fragen, ohne auf die Uhr zu schauen, wie spät es ist. Du wirst sehen, dass die Trefferquote immer höher wird, je öfter du das trainierst.

 



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Kommentare: 1
  • #1

    Rita Giger (Sonntag, 16 Februar 2020 10:44)

    Da hast Du bei mir offene Türen eingerannt. Ich bin gerad das Buch der Code am lesen und stehe etwas an mit der Intuition. Ich werde die übung mit der Zeit mal ein paar Tage machen. Danke für den wie stets spannenden Impuls . Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag . Schön dass es Dich gibt in meinem Leben Danke liebe Barbara