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Das Leben in Balance bringen

Teil 1 unterstütze deinen körper

 

Alles ist zur Zeit herausfordernd, macht uns Angst, bringt Sorgen. Das schlägt sich negativ auf die Gesundheit, auf den Körper, nieder. Hier beginne ich eine Serie mit Hinweisen, Erinnerungen und Übungen, die du für dich nutzen kannst, um dich zu entspannen und zu stärken. Wir beginnen mit dem Körper.

 

 

Die 1 Minute Entspannungshilfe

Die 1 Minute Selbstmassage

Die 1 Minute Dehnübung

 

 

Übung 1

 

Die 1 Minute Entspannungshilfe

 

Die meisten Menschen sind mehr oder weniger verspannt.

 

Es liegt an unserer Lebensweise, die sehr herausfordernd ist. Obwohl wir uns als entwickelte, moderne Menschen betrachten, wirken dennoch die Mechanismen aus der Vergangenheit als wir noch täglichen Gefahren, die lebensgefährlich waren, ausgesetzt waren.

 

Dann waren wir schnell in der Anspannung. Auf Anspannung kam früher die Entspannung. Auch physiologisch muss das so geschehen. Beim Angriff eines Säbelzahntigers fuhr sofort die Anspannung extrem hoch und gab uns die Kraft, entweder schleunigst Fersengeld zu geben oder zu kämpfen. Danach fuhr die Anspannung wieder runter in die Entspannung. Das chemische Gleichgewicht stellte sich wieder her. Der Körper erholte sich.

 

Heutzutage greift nur noch der erste Teil. Auf unser Leben, das für viele ein Dauerhamsterrad ist, regiert der Körper mit Anspannung und bleibt ständig auf einem hohen Anspannungslevel. Entspannung fehlt dabei. Wir merken es an Kopf- und Nackenschmerzen. An verspannter Muskulatur im Rücken und Beckenbereich. Es ist sehr wichtig, bewusst und aktiv für mehr regelmäßige Entspannung zu tun.

 

Schritt 1

 

Stelle dich aufrecht hin. Konzentriere dich auf die Stelle deines Körpers, die am meisten und oft sehr angespannt ist. Du kannst es (am Schmerz) fühlen oder deinen Körper in Gedanken abtasten, wo die Verspannungen sind.

 

Schritt 2

 

Atme langsam tief ein und spanne die ausgewählte Körperpartie so stark an wie es noch angenehm ist. Dann atme mit einem hörbaren „Ahhh“ die Luft aus. Entspanne dabei das Körperteil völlig. Danach atmest du noch dreimal in deinen Bauch, ohne Anstrengung.

 

Schritt 3

 

Atme normal weiter und bleibe mit deiner Aufmerksamkeit bei deinem Körperteil, das du angespannt und wieder entspannt hast.

 

Schüttle deinen Körper sanft aus. Vielleicht hilft dir die Vorstellung, dass du dich wie eine Stoffpuppe ausschüttelst. Stelle dir dabei vor, dass du alles, was dich angespannt werden lässt, einfach raus- oder abschüttelst und zur Transformation an Mutter Erde abgibst.

 

Die Übung sollte nicht länger als eine Minute dauern.

 

Übung 2

 

Die 1 Minute Selbstmassage

 

Schritt 1

 

Natürlich lieben fast alle Menschen Massagen.

Sie lockern unsere Verspannungen und tun uns einfach gut. Manchmal hat man jedoch keine Gelegenheit, sich von jemand anderem massieren zu lassen. Dann kann Selbstmassage helfen. Beginne immer sehr leicht und liebevoll mit der Massage der Körperstellen, die es am nötigsten haben. Übe so viel Druck aus wie es dir guttut. Drücke nicht sehr. Wenn die Muskeln sich wehren, baust du nur neue Verspannungen auf. Massiere langsam, genussvoll und vorsichtig.

 

Auf der energetischen Ebene passiert hier sehr viel an Blockaden auflösen.

 

 Schritt 2

 

Entscheide dich für die Körperstelle, die du massieren möchtet. Zum Beispiel sind die Hände dankbar, genauso wie Schultern, Nacken und oberer Rücken, die oft sehr angespannt sind. Auch das Gesicht, um die Augen herum (hier sehr zart sein), die Kieferpartie (besonders bei Zähneknirschern eine Wohltat), der obere Brustbereich, die Oberschenkel und Füße (genial zum Entspannen des ganzen Körpers) bieten sich an.

 

Schritt 3

 

Massiere die Stelle, die du ausgewählt hast und denke dabei daran, dass du angestaute Energie befreist, dass du Spannungen und Blockaden löst. Vielleicht kannst du sogar eine Farbe visualisieren, die du dorthin lenkst.

 

Für die Massage solltest du immer ein hochwertiges Massageöl, mit einem Duft, den du magst, benutzen, dir danach ein paar Minuten Ruhe gönnen und ein Glas Wasser trinken.

 

übung 3

 

Die 1 Minute Dehnübung

 

Hast du schon mal einer Katze zugeschaut, wie sie sich streckt und dehnt?

 

Katzen strecken sich oft, vor allem nach dem Aufwachen. Erst werden die Hinterbeine durchgestreckt, dann die Vorderbeine. Dabei gähnen sie herzhaft und biegen den Rücken tief durch. Erst dann laufen sie los. Sie machen das mehrmals am Tag. Vielleicht bleiben sie deshalb bis ins hohe Alter so beweglich. Ich behaupte ja immer, dass es die Katzen waren, die das Yoga erfunden haben.

 

Es wäre doch schön, wenn wir Menschen ebenfalls so beweglich blieben. Aber wir finden es „normal“, im Alter steiffer und unbeweglicher zu werden, Zipperlein zu bekommen und krank zu sein. Ein Blick auf die Straße zeigt uns immer mehr Senioren, die mit dem Rollator laufen müssen.

 

Es gibt keinen Beweis dafür, dass es so sein muss. Schuld sind zum großen Teil unsere (kollektiven) Glaubenssätze, dass das im Alter eben so ist.

 

Wut, Zorn, Schuld, Neid oder Angst sind unterdrückte Gefühle, die der Körper speichert.

 Diese unbearbeiteten Emotionen lagern sich ab, der Körper zieht sich im Laufe der Zeit immer mehr zusammen, verkrampft und wird (auch wegen des Schmerzes) immer unbeweglicher. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig gegenzusteuern, u.a. mit Dehnübungen.

 

Lass dich von den Katzen inspirieren und strecke, dehne dich so oft wie möglich, um elastisch und beweglich zu bleiben.

 

Deine falschen Muster, Blockaden und hinderlichen Glaubenssätze solltest du bearbeiten (lassen), damit dein Körper sie nicht ausbaden muss und du dir Schmerzen und Einschränkungen ersparst.

 

Schritt 1

 

Beginne langsam und wähle dir bewusst die Körperpartie aus, die du dehne möchtest. Wenn du noch völlig ungeübt bist, solltest du dir nicht vornehmen, gleich den ganzen Körper durch zu dehnen. Das wäre wieder Stress und du würdest dir wahrscheinlich einen heftigen Muskelkater einhandeln.

 

Also suche dir erst mal eine Körperpartie aus. Je geübter du sein wirst, desto größere Bereiche kannst du bearbeiten

 

Schritt 2

 

Achte beim Dehnen auf die Balance zwischen angenehm und schmerzhaft. Schmerz provoziert den Widerstand der Muskeln und das ist kontraproduktiv. Gehe daher immer nur so weit, wie du noch relativ entspannt dabeibleiben kannst. Hält dein Körper die Spannung fest, warte bis er sie selbst wieder loslässt.

 

Schritt 3

 

Während du in der Dehnung bist, hole ein bis zweimal tief Luft. Beim Einatmen wird die Dehnung intensiver, bei Ausatmen entspanne dich in die Dehnung hinein. Das ist wichtig zu beachten, denn wenn man den Atem anhält, spannt sich der Körper sofort an und das wollen wir ja mit dieser Dehnübung grade nicht.

 


Wenn du nur eine der drei Übungen regelmässig machst, hast du schon viel für dich und deine Leistungsfähigkeit getan!


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