Selbstliebe

 

 

 

 

 

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!"

 

 

Ich mag diesen Satz aus der Bibel obwohl ich sonst mit ihr nicht so viel am Hut habe. Besonders mag ich den zweiten Teil des Satzes "wie dich selbst". Der wird nämlich gerne unterschlagen. Dabei sagt er das Wesentliche aus. Erst wenn man sich selbst liebt, kann man andere Menschen lieben. Klingt eigentlich sehr einfach. Ist es auch und doch wieder nicht. Es gibt leider nicht so viele Menschen, die mit sich selbst ganz im Reinen sind.

 

Von denen man sagen könnte, dass sie sich selbst lieben. Als Frauen sind wir über Jahrtausende sozialisiert worden, alle anderen zu lieben, für sie zu sorgen und für sie da zu sein. Auch, wenn wir heute gleichberechtigter sind, an den tiefsitzenden Programmen hat das nicht viel geändert.

 

Das Wort "selbst-los" wurde gerade für Frauen zur Tugend erklärt.

Wer immer selbstlos ist, ist sich selbst bald los und vergisst sich dabei. Das war Absicht, Frauen das als Tugend zu verkaufen. Es ist nicht zielführend, denn woher sollen Kraft und Lebensfreude kommen, wenn die eigenen Batterien nicht regelmäßig wieder aufgefüllt werden und immer die Anderen wichtiger sind. Es liegt in der eigenen Verantwortung, dafür zu sorgen, dass es dir gut geht und deine Batterien nicht leer werden.

 

 Selbstliebe hat für manchen einen Beigeschmack von Egoismus.

 

 Mit Selbstliebe ist nicht gemeint, dass einem alle Anderen egal sind. Keineswegs! Es meint nur, dass man für sich klar haben sollte, dass Jeder zuerst einmal grundsätzlich für sich selbst der wichtigste Mensch im Leben ist. Das zu akzeptieren bedeutet allerdings auch, dass ich niemanden anderen mehr für meine Situation verantwortlich machen kann.

 

Jeder hat deshalb die Pflicht, zuerst gut für sich selbst zu sorgen.

 

 Denke doch nur einmal an die Sicherheitsbelehrung im Flugzeug.

 Im Havariefall sollst du zuerst dir selbst die Sauerstoffmaske anlegen, dann erst deinem Kind. Warum? Andersherum könnte es für beide zu spät sein...

 

Zur Selbstliebe gehört, genau für sich hinzuspüren, ob etwas gut ist oder nicht.

 

 Dafür haben wir ein Herz.

 

 Die leise Stimme des Herzens zu hören lohnt sich, denn es irrt sich nie. Es ist wichtig, nicht einfach Ja zu sagen, wo eigentlich ein Nein dran wäre. Faule Kompromisse zu machen statt klare Entscheidungen zu fällen. Selbstliebe ist nicht nicht auf Kosten der Anderen gemeint, also gegen die Anderen, sondern für sich selbst. Dann kann man auch für Andere da sein.

 

Weil für uns die Selbstliebe so mit negativen Glaubenssätzen belastet ist, sollten diese aufgelöst und in Liebe transformiert werden.

 

Das verhindert übrigens auch rechtzeitig Burnouts und Helfersyndrome.

 Zu diesem Thema mache ich das kostenfreie Webinar "Die innere Stimme (wieder) hören".

 oder auch "das Zauberwort heißt "Nein"

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